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31.05.2010Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Hallo 20er, bitte melden

Ein historischer Rückblick zeigt die ersten Überlegungen zu Mobile Phones, die auf Film gebannt wurden

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Der Abt von Einsiedeln ist sich sicher, dass das Fax in seinem Kloster erfunden wurde. Schon Ende des 19. Jahrhundert soll ein Mitbruder die Idee dazu gehabt haben, sei aber an der Starrsinnigkeit der zuständigen Schweizer Bundesbehörde gescheitert.

Das mag lustig klingen und nicht sehr glaubhaft, aber die eine oder andere Erfindung in der Telekommunikationsbranche ist durchaus schon weitaus früher anzusiedeln. Wenn schon die NSDAP 1936 verzweifelt das Livefernsehen verhindert hat, weil man merkte, wie bescheuert Hitler und seine fettranzigen Konsorten aus der Nähe aussahen.

Da ist es nicht so abwegig, diese Studie von 1922 zu sehen, in der zwei Damen ein mobiles Telefon bedienen. Zugegebenermassen nichts, das dem entspräche, was heute als Standard zu sehen ist. Das kleine Kästchen wäre vermutlich doch ein wenig unhandlich in damaligen Handtaschen gewesen. Aber mobil ist, was man dazu erklärt. Wer die ersten D1 Telefone in der Hand hatte, weiss, dass solche Technologie nicht allzu weit entfernt von dieser Studie war. Anfangs zumindest.

Womit solche Szenarien sicher nicht gerechnet hatten, das ist die Massenhysterie, die sich um mobile Geräte vermehrt zeigt. Vermutlich existiert kein Film aus den 20ern, in dem man campierende Frauen auf Bürgersteigen sieht, die Tage auf ihr erstes iPad warten und sich dabei auch noch gut fühlen. Wenn sie es denn haben... solch ein Szenario wäre einfach damals schon ziemlich unglaubhaft gewesen.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/147720
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