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28.07.2010Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Man lässt updaten

Zur Abwechslung hat Mark Zuckerberg mit seinem Marketingteam nicht wirklich vollen Anteil daran, aber irgendwie ist Facebook eben doch Schuld am Dr. Pepper Desaster.

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Da schaut man sich schon einmal den Facebook Account seiner Tochter an. Und was muss man bei der 14jährigen Göre sehen? Die hat irgendetwas mit einem Pornofilm in ihrer Statuszeile zu tun. Dabei ist sie es gar nicht gewesen, sagt sie, es war Coca Cola. Ha...ha...

So oder so ähnlich muss man sich vorstellen, was durch die aktuelle Werbekampagne von Dr. Pepper passierte. Die Muttergesellschaft in Atlanta war not amused und überprüft derzeit das Verhältnis zur sehr, sehr, sehr schuldigen Agentur, die das alles augeknobelt hat.

Was war geschehen?

Die virale Kampagne für das merkwürdige Erfrischungsgetränk mit Zimtgeschmack (oder so) ermöglichte es Facebook-Nutzern, die Statuszeile der Agentur zu überlassen. Und die füllte diese Zeilen gemäss Übereinkunft. In dreierlei Geschmacklosigkeitsstufen. Nun hat eben ein Teenager die höchste Stufe gewählt und eine schlüpfrige Andeutung in die Zeile geschrieben bekommmen. Das wiederum sah die Mutter. Die hat Stunk gemacht. Und nun steht Coca Cola da und mag die Idee der Agentur nicht mehr leiden. Die Agentur scheinbar auch nicht mehr. Sic transit gloria Facebook.

Da kann ein Rindfleischbrater aus den USA auch ein Lied davon singen. In der Burger-King-Kampagne auf Facebook ging es darum, zehn Freunde im Sozialen Netzwerk zu entfreunden und dafür ein Produkt des Hauses umsonst zu bekommen. Das hat scheinbar auch nicht allen gefallen, deshalb musste diese Kampagne auch zurück in die Ecke.

Aber die interessente Frage dahinter ist die Bereitschaft von Nutzern, sich die eigenen ach so persönlichen Seiten füllen zu lassen, weil man eh nicht weiss, wann man das noch alles am Bildschirm machen soll. Die Frage ist nur, wie weit dabei der werbliche Dienstleister gehen darf. Sich das eigene Leben schönschreiben lassen, das scheint zu gehen. Aber wehe da wird übertrieben, an Pornofilme erinnert oder mit den eigenen Freunden zu viel Schabernack getrieben. Dann ist Schluss mit Werbung.

Am besten man schreibt eben doch seinen eigenen Status. Dann lieber doch Freue mich auf das Wochenende. Das ist nicht lustig, aber das sind 51 von 52 Wochenenden im Jahr auch nicht.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/148066
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