Emails - zu viele zu wichtig
Der Umgang mit Mails hat klare Regeln. Regel Nummer 1 sagt zum Beispiel: Die falschen Emails kommen immer zuerst. Google und Microsoft gehen hier vollkommen verschiedene Wege. Und Goggle denkt nicht ganz fertig.
Wenn man diesem kleinen Filmchen von Google zuschaut, dann muss der Umgang mit sehr vielen Emails einfach Spass machen:
Aber ganz sein einfach scheint die tägliche Flut in die Inbox nun doch nicht zu sein. Deshalb hat Google nun mit der Priority Inbox einen Versuch gestartet, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen...und damit einen Denkfehler eingebaut. Die Idee der Priority Inbox ist es, das Leseverhalten eines Nutzers zu analysieren und alle Mails von ähnlichen Absendern in Zukunft als "wichtig" einzustufen, an die auch schon einmal nach dem Lesen eine Antwort verfasst wurde. Der gläserne Nutzer soll also ein wenig lichtdurchlässige Information für die Inbox generieren. Wer denn in den Tagen des Google Bashing hier kein Problem sieht, der bekommt zumindest einmal angezeigt, von wem er schon einmal Mails gelesen hat. Allerdings geht Google davon aus, dass alles Wichtige auch zuerst gelesen werden muss. Deshalb markiert dieses Feature neben der Spam-Masse auch bevorzugte Mails. Und die würde man dann wohl zuerst lesen. Und dann den Rest. Das ist nicht wirklich neu, es ist einfach nur technisch umgesetzt. Allerdings fehlt die Hälfte.
Präsident Eisenhower war da schon ein wenig weiter. Seine Entscheidungsmatrix hatte neben der Frage nach dem Wichtigen auch die Frage nach dem Dringenden gestellt. Und nur was dringend und wichtig war, landete auf seinem Schreibtisch. Der Rest konnte liegenbleiben. Nun ist nicht jeder ein US Präsident, aber im Falle einer übervollen Inbox wäre das schon einmal ein spannender Fall.
Davon ist Google ein wenig entfernt. Man hat allerdings von dem geringen Erfolg eines gross angekündigten und dann zurück gezogenen Produkts gelernt. Lieber nicht einfach alles über die Hecke werfen und denken, dass sich heute noch jemand über die Nachricht sie haben 300 Mails, und ich würde an ihrer Stelle erst einmal einen Kaffee machen freut.
Microsoft ist da übrigens noch nicht ganz angekommen. Man ist gerade stolz, endlich auch Active Synchronization für Windows Live Hotmail anbieten zu können. Damit der ganze Krempel nun wirklich in Echtzeit ankommt. Das soll den mobilen Nutzer freuen. Er wird sich erst einmal einen Kaffee machen und dann 300 Emails lesen. Und vermutlich 2015 wird Microsoft dann auch überlegen, wie man seinen Kunden ein wenig Effizienz in der Inbox anbieten kann. Vielleicht auch in Echtzeit.
Es führt wohl vorerst kein Weg daran vorbei, sich selbst ein paar Regeln aufzuerlegen, um der Emailflut (wenn sie denn wirklich so gross sein sollte) Herr zu werden. Hier hat schon einmal jemand die wichtigsten hingeschrieben. Und die kann man auch durchaus als dringend sehen.
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