Ich denke, ich sehe was
2012 ist auch nur ein weiteres 2011, nur später. Deshalb rücken die üblichen Zukunftsversprechungen ein wenig näher. Zum Beispiel bei tragbaren Datengläsern und Computern, die wir via Gedanken steuern. In fünf Jahren, ja dann...
Ach, fast wäre das Jahr zu Ende gegangen ohne die üblichen Ausblicke auf eine schönere Datenwelt. Aber da haben wir noch einmal Glück gehabt, denn Google und IBM springen in die Bresche.
Bald soll man nämlich Suchergebnisse mittels Heads-up Displays in Brillen sichtbar gemacht bekommen. Das ist spannend, am Ende droht uns noch, dass wir mitten auf der Strasse quasi synchron Google Street View sehen können. Und das ohne Verpixelung.
Wird sicher toll.
Und in fünf Jahren sollen wir unsere Computer mit Gedankenkraft steuern...ja, da könnte man sagen: Das machen wir doch längst. Wir sagen uns: So, ich werde jetzt meine rechte Hand auf die Maus legen und den Zeiger ein wenig nach oben bewegen - aber da greift die Vision wohl ein wenig zu kurz.
Nein, die pure Kraft der Gedanken wird dann ausreichen, um uns durch das Internet zu wirbeln und das alles auf Brillen zu projizieren, die wir vermutlich auch durch blosse Gedankenkraft aufgesetzt haben. Nicht einen Finger werden wir mehr rühren. Dann wissen diese Finger zwar auch nicht, was sie stattdessen tun sollen, aber es wird ihnen schon was einfallen.
Verkneifen kann man sich die Zoten einfach nicht: Das gibt dann herrliche Ausreden für den Besuch von Pornografie im Netz, wenn wir doch alle wissen, dass Männer eigentlich minütlich an Sex denken (Frauen übrigens auch). Kaum steht der Partner im Zimmer, brüllen wir aus Leibeskräften es ist nicht so wie Du denkst, Schatz, und dann, weil wir die Doppeldeutigkeit unserer Verteidigungsrede begriffen haben, blöken wir: ich wollte eigentlich Excel denken, aber dann bist mir Du eingefallen, und ich weiss auch nicht mehr, was ich mir dann dabei dachte, und wie diese Brille in mein Gesicht kommt...huch, wer ist die nackte Frau da vor mir....
Aber das ist natürlich auch alles zu kurz gedacht. Die Welt wird besser werden 2012. Oder fünf Jahre später. Mit zu wenig Zollgrösse und mit einer holprigen Maus ausgestattet war sie ja heute schon.
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