Schnapp den Adler
Überwachung von Wehrlosen ist erst einmal böse. Aber es gibt auch eine, die kann Sinn machen. Bei Adlern
Das könnte einem schon unangenehm sein. Man ist Vielflieger und treibt sich in der Welt herum, und plötzlich merkt man eines Tages, dass jeder der eigenen Flüge auf einem Server zu finden ist, obwohl man bisher nicht vorhatte, ein Attentat zu begehen und/oder eine islamische Weltrevolution anzuzetteln.
So ähnlich könnte es zum Beispiel D14 gehen. D14 ist ein Adler, und den kann man hier in aller Ruhe verfolgen. Weil der arme Kerl einen Sender an seinem Flügel hat, der Daten zu einem Server schickt. Die Technik ist nicht mehr so atemberaubend wie ein Flug von D14, schliesslich kann ich das inzwischen schon via iCloud mit meinem eigenen iPhone nachvollziehen. Auch wenn ich zugebe, dass ich an einem durchschnittlichen Arbeitstag nicht allzu viel Höhe gewinne, um mir meine Mäuse zu verdienen. Rein physisch gesprochen natürlich.
Ein bisschen hässlicher wird es schon bei diesem Projekt, das anhand der abgesetzten Tweets herausbekommen will, wo der Verfasser denn wohnt oder sich gerade aufhält. Da kann es schon ein wenig bedenklicher werden und wieder mehr in Richtung Überwachung gehen, auch wenn man gar keinen Sender an seinem linken Hosenbein hat oder sich in die Öffentlichkeit wagt. Und staatliche Stellen im Iran mögen dieses Tool lieben.
Aber das soll D14 erst einmal egal sein. Er twittert prinzipiell wenig. Und wenn es ihm zu heiss wird, dann schwingt er sich in die Luft und wechselt das Tal. So schnell kann nicht einmal die iranische Polizei vor Ort und Stelle sein. Polizisten aus anderen Staaten übrigens auch nicht.
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