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06.02.2013Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Music for nothing

Der Trend hin zum Streaming ist kein Trend hin zum grossen Geld

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Eigentlich ist die Idee bestechend schön. Als Musiker gibt man seine Tracks an Spotify weiter, macht ein wenig Netz-PR und hofft dann, dass viele Hörer weltweit sich gar nicht mehr sattklicken können am eigenen Elaborat. Und dann rollen die Tantiemen nur so auf das Schweizer Nummernkonto.

Die Idee hat aber ein paar Schönheitsfehler. Zum einen gibt es in der Schweiz keine Nummernkonti mehr, schon lange nicht mehr. Zum anderen rollen die Tantiemen von Spotify nicht so wie gewünscht. Zwar hat Spotify bis zu 30 Millionen User, aber das sind eben Hörer und nicht Käufer. Und selbst der Gangnam Style macht nicht reich, auch wenn darin die Reichen auf die Schippe genommen werden. Gerade einmal 1.1 Millionen Dollar haben die Werbeeinnahmen aus YouTube in die Taschen von Park Jae Sang befördert.

Gut, zur Not würde man das auch auf seinem Konto als Taschengeld akzeptieren. Aber es handelt sich ja nun einmal um eine Ausnahme. Und die Einnahmen aus digitalen Businessmodellen für Musiker sind deshalb eher als marginal zu bezeichnen. Es kann natürlich einfach sein, dass mit dem Download statt Datenträger für die Musikszene etwas zu Ende gegangen ist, das man getrost als Sechser-im-Lotto-Businessmodell bezeichnen kann. Einmal einen Song ins Mikro geröhrt und dann zeitlebens damit ausgesorgt ist vielleicht so ein Märchen aus dem 20. Jahrhundert wie der immer sichere Job und das Reihenhaus als Bürgerrecht.

Falls jemand das alles doch noch in Zahlen ausgedrückt haben will. Spotify zahlt nach dieser Rechnung 0,0034 EUR pro einmal Anhören an einen Künstler, es sei denn, der oder die singende Kirchenmaus hat doch noch einen unfassbar besseren Deal gemacht.

Aber unter uns, reich wird man damit nicht, allerdings wäre PSY damit immerhin mit Gangnam Style um drei Millionen reicher geworden...vorausgesetzt irgendein Wahnsinniger hörte sich das Stück eine Milliarde mal auf Spotify an.

Vermutlich schickte ihm Spotify aber dann die Swedish House Mafia vorbei, aber dann nicht auf ein Tänzchen...

http://www.heise.de/tp/blogs/4/153676
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