Weiter gehts, Eure Heiligkeit
Morgen, Kinder, tritt der Papst zurück. Was machen wir denn dann mit seinen Tweets und seinem Twitter-Account? Das ist einfach, er muss gar nicht drei Tage warten, um weiter zu machen.
So stellen wir uns doch eigentlich morgen den Rücktritt von Benedikt XVI vor. Er tritt noch einmal kurz auf seinen Balkon, die irdischen Heerscharen jubeln, dann wendet er sich lächelnd wieder vom Fenster seines Büros ab, wo er so viele Angelusgebete gesprochen hat. Dann nichts wieder runter mit der Kluft, ein Seufzen, rein in die Lederklamotten, Helm auf und rauf auf das Motorrad. Ab nach Bayern, erst einmal ein gutes Dunkles zischen.
So ähnlich.
Sollte es anders laufen, dann bleibt immer noch die Frage, was denn nun mit seinem Twitteraccount passiert. Man wird ihn ja wohl kaum auf Beni, formerly know as Pope (BFKAP) umbenennen. Also muss eine andere Lösung her. Vor allem, weil es dem Armen ja gesundheitlich nicht zu gut gehen soll. Da ist vielleicht das eine Lösung:
LivesOn ist so etwas wie Wir haben verstanden. Nach dem Ableben oder Abdanken zum Beispiel eines Papstes kann diese Service einfach weitertwittern, weil er die Syntax und vor allem auch die Vorlieben des noch real agierenden Users analysiert und in diesem Sinne neue Tweets entwickelt.
Das dürfte bei einem Papst ja leicht sein, über Feinstrumpfhosen liest man da ja wenig, eher mehr über Göttliches und Gnade. Und das angelehnt an die Bibel. Also sollte LivesOn hier einen leichten Job haben. Ob das Benedikt immer hatte, ist eine andere Frage. Aber jetzt geht er ja in seinen verdienten Ruhestand. Und das werden wir vermutlich noch einmal getwittert kriegen - und kurz danach ein Habemus Papam.
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