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Großbritannien plant Supergefängnisse

Die neuen "Titan-Gefängnisse für 2500 Häftlinge sollen das erwartete weitere Anwachsen der Strafgefangenen auf kostengünstige Weise bewältigen.

Da seit Jahren die Gefängnisse überfüllt sind, will die britische Regierung zumindest drei neue Supergefängnisse, genannt "titan prisons", für bis zu 2500 Häftlinge bauen. Geplant ist, dass es jeweils fünf, gesondert gesicherte Gebäude für 500 Strafgefangene gibt, die einer Kategorie angehören. Mit dem modernisiertem Gefängnissystem soll die Gesellschaft, wie die Labour-Regierung versprochen hat, vor den gefährlichsten Verbrechern geschützt werden, sagte Justizminister Jack Straw. Erwartet wird, dass die Zahl der Gefängnisinsassen in den nächsten Jahren weiter wachsen und von jetzt 82.000 bis 2014 auf fast 100.000 ansteigen wird.

Die großen Gefängnisse – das erste soll 2012 in London eröffnet werden - sollen natürlich Steuergelder sparen, weil sie effizienter geführt werden, besser die Technik einsetzen und ermöglichen, alte Gefängnisse zu schließen. In ihnen sollen bessere Arbeitsprogramme für die Häftlinge möglich werden, die einen "konkurrenzfähigen Markt stimulieren". In den Gefängnissen sollen Gerichte angesiedelt werden, um Zeit und Geld zu sparen. Und die neuen Gefängnisse sollen eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren haben, während sie die politischen Vorgaben für geringen Energie- und Ressourcenverbrauch und Umweltschutz einhalten. Geschätzte Kosten für jedes der Supergefängnisse: 450 Millionen Euro.

Gedacht ist offenbar an eine Art panoptisches Gefängnis mit "optimalen Sichtverhältnissen", womit die "Arbeitsproduktivität des Personals erhöht" werde. Die Versorgung soll zentralisiert sein, die Technik auf dem neuesten Stand und in das Gebäude integriert. Nähere Einzelheiten findet man dazu nicht, erwähnt werden biometrische Sicherheitssysteme, elektronische Türen, Verwendung von Strichcodes.

Florian Rötzer07.06.2008
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