Beschluss zum Parteiausschluss von Clement kostet SPD Zustimmung
Nach einer Umfrage ist die Partei nach dem Bekanntwerden des Beychlusses um drei Prozentpunkt abgesackt.
Ob es die Absicht von Wolfgang Clement war oder nicht, die Diskussion um seinen Parteiausschluss hat der SPD geschadet. Nach einer vom Stern in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage ist die SPD nach Bekanntwerden des Beschlusses des Landesverbandes NRW um 3 Prozentpunkt auf jetzt nur noch 20 Prozent gefallen. Für die Umfrage wurden 500 Bürger vom Montag bis Freitag letzter Woche befragt. Am Donnerstag stürzten hier die Werte ab.
Obgleich sich der ehemalige Superminister Clement, der als Vertreter Schröders die Agenda 2010 mit durchsetzte, zweifellos parteischädigend verhalten hat und weiterhin arrogant auftritt (siehe: SPD: Probleme mit strahlenden Altlasten, scheinen die Deutschen von einem Parteiausschluss nichts zu halten. Nur 17 Prozent sind dafür, 68 Prozent von insgesamt 2002 Befragten sprachen sich dagegen aus. Bei den SPD-Wählern sind sogar 71 Prozent gegen einen Ausschluss. Ob sich das als Zustimmung zu Clement und der mit ihm verbundenen Politik interpretieren lässt oder eher der Haltung entspringt, dass Parteien nicht gleich an Ausschluss denken sollen, ist nicht bekannt.
Bei der Sonntagsfrage erreichte die SPD allerdings 22 Prozent. CDU/CSU kämen auf 38 Prozent, die FDP auf 11 Prozent. In den letzten zwei Wochen fielen beide Parteien um jeweils ein Prozent zurück. Die Linke hält sich bei 14 Prozent, die Grünen sind offenbar fixiert auf 10 Prozent.
Zum Fall Clement hat Telepolis eine Umfrage gestartet: Wer sollte aus der SPD ausgeschlossen werden?
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