k
Nachrichten aus Kultur und Medien

Eine knappe Mehrheit der Briten hat Zweifel an der Evolutionstheorie

Auch 150 Jahre nach der Entstehung der Evolutionstheorie Darwins ist diese noch grundsätzlich umstritten.

  • drucken
  • versenden

Großbritannien ist das Heimatland von Charles Darwin, der vor 200 Jahren geboren wurde. Sein Hauptwerk "Die Entstehung der Arten" ist vor 150 Jahren erschienen. Die von Darwin begründete Evolutionstheorie ist weiterhin umstritten, vornehmlich unter Christen und Muslimen, weil damit der Rolle des allmächtigen Schöpfers, wie sie in der Bibel beschrieben wird, und die Teleologie der Schöpfung untergraben wird.

Anlässlich der beiden Jubiläen hat Theos, ein theologischer Thinktank, eine Umfrage in Auftrag gegeben, für die über 2000 Briten befragt wurden. Knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Evolutionstheorie Darwins zutrifft: für ein Viertel ist sie eindeutig wahr, das andere Viertel schätzt sie als "wahrscheinlich wahr" ein.

Die Hälfte der Briten kann jedoch nach der Umfrage nicht viel mit der Evolutionstheorie anfangen, lehnt sie ab oder weiß nicht recht Bescheid. 10 Prozent haben wiederholt Aussagen der Kreationisten zugestimmt, die Evolution prinzipiell ablehnen und glauben, dass die Erde vor 10.000 Jahren geschaffen wurde. 12 Prozent haben stets Fragen im Sinne des Intelligent Design zugestimmt, also dass die Evolution höchstens einen kleinen Spielraum hat, wesentliche Eingriffe aber durch einen Schöpfer erfolgten. 44 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Gott alle Lebewesen geschaffen habe. Allerdings sagen auch 34 Prozent, dass sie die "atheistische Evolution" für richtig halten, nach der die Evolution den Glauben an einen Gott Gott überflüssig und absurde mache.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent stimmte der Aussage zu, dass "die Evolution alleine nicht ausreicht, um die komplexen Strukturen einiger Lebewesen zu erklären, daher ist die Einwirkung eines Gestalters (designer) an wichtigen Stufen erforderlich". Das würde der Position des "Intelligent Design" entsprechen, die primär versucht, auf Erklärungslücken in der Evolutionstheorie hinzuweisen, um ihr religiöses Verständnis zu retten. In einer Umfrage gaben 34 Prozent der befragten Briten an, es sei historisch richtig, dass Jesus von der Jungfrau Maria geboren wurde.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/126698
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS