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Roman Polanski bei Einreise in die Schweiz festgenommen

Der Regisseur soll nun in die USA ausgeliefert werden, wo ihm eine Verurteilung wegen eines 1977 durchgeführten Geschlechtsverkehrs mit einem 13-jährigen Fotomodell droht

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Roman Polanski, der Regisseur von Rosemaries Baby und Tanz der Vampire, war schon lange nicht mehr in den USA. Genauer gesagt seit 1978. Damals floh er aus dem Land, weil er wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verurteilt werden sollte. In dem Fall, der sich im Haus von Jack Nicholson zutrug, sagte unter anderem die Schauspielerin Anjelica Houston gegen den Regisseur aus, nachdem ihr die Behörden vorher zugesichert hatte, dafür Zugeständnisse hinsichtlich des bei ihr sichergestellten Kokains zu machen. Polanski selbst leugnete den Geschlechtsverkehr nicht, bezeichnete ihn aber als einvernehmlich, während die Anklage von einer "Gefügigmachung" mittels Schaumwein und dem damals noch frei verkäuflichen Barbiturat Quaalude sprach.

Von Frankreich und Polen aus, wo der Regisseur seitdem lebte, versuchte er eine Schließung des Falls zu erreichen – allerdings erfolglos. Als er 2003 einen Oscar für seinen Film Der Pianist erhielt, zog er es deshalb vor, nicht nach Hollywood zu reisen. Gestern wurde er überraschend bei der Einreise in die Schweiz festgenommen, wo ihm auf dem Zürich Film Festival ein Regiepreis für sein Lebenswerk überreicht werden sollte. Die Festivalleitung zeigte sich "schockiert über den Vorfall", den sie "nicht nachvollziehen" könne und verschob die Preisverleihung auf unbestimmte Zeit.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/145967
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