Künstliche Jungfernhäutchen aus Japan beschäftigen das Parlament in Kairo
Konservative Angeordnete des ägyptischen Parlaments sind schwer erregt -
wegen eines Importartikels aus dem erfindungsreichen Japan: Das (im
Doppelpack!) knapp 30 US-Dollar teure künstliche
Jungfernhäutchen,
vertrieben von der chinesischen Firma Gigimo, "animiert" dem prominenten Islamgelehrten Scheich Abdel Moati Bayoumi zufolge "zu unerlaubten
sexuellen Beziehungen". "Wer auch immer dieses Produkt importiert", so Bayoumi, "gehört
bestraft!" Scheich
Sayed Askar von der Muslim-Bruderschaft, Mitglied des
Parlamentsausschusses für religiöse Angelegenheiten, bezeichnet es als
"ein Zeichen der Schande, würde die Regierung dieses Produkt auf dem
Markt zulassen." Die Muslim-Bruderschaft verfügt als zur Zeit
stärkste Oppositionspartei über 88 der 454 ägyptischen
Parlamentssitze.
Eingestielt wurde die Affäre durch die arabische
Übersetzung
einer chinesischen Anzeige auf der Website von Radio Nederland
Wereldomroep. "Nie mehr Sorgen um
verlorenen Jungfernschaft", verspricht die Werbung; vorsichtig
eingeführt, sorge das Produkt dafür, "dass Sie sich eng anfühlen".
Erfolgreich penetriert, leckt die falsche Jungfer eine blutähnliche
Substanz, "nicht zu viel, sondern genau die richtige Menge. Dazu
sollten Sie etwas ächzen und stöhnen, dann wird Ihnen niemand etwas
nachweisen können." Das Foto ganz unten auf der
Seite
lässt erkennen, wie anschließend das Hochzeitslaken aussieht: wie ein
Rorschachtest nämlich.
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