Telepolis-Musikcharts im November
Mit Johnny Marr bei den Cribs, Mari Wilson bei Soft Cell und Snakefinger bei den Residents
Im Zeitalter der allgemeinen Verfügbarkeit von Musik via Putpat, MySpace, Dailymotion und anderen Portalen hier nicht ausschließlich Neuerscheinungen, sondern zehn Stücke, die unsere Autoren derzeit am meisten schätzen
1. DVA -
France Trance und
Nunovó Tango.
Nominiert von Tom Appleton: "Nachdem mein elektronisches Gedächtnis letzthin explodiert ist, musste ich meinen Kumpel Peter fragen, der in Wellington, Neuseeland, einen eigenen UKW-Radio betreibt, MATRIX FM, in Europa leider nicht zu empfangen, und er wies mich auf diese beiden WUNDERSCHÖNEN (!) Videos hin, super Musik, super Bildideen, die ihm wiederum von einem tschechischen Verlag empfohlen wurden, mit dem er (Peter) musikalische Kontakte pflegt. Gleich daneben gibt's noch mehr zum Schnuppern und Schnobern, da macht YouTube auf einmal richtig Freude."
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2. The Cribs – Victim of Mass Production. Nominiert von Rudolf Maresch: "Seit dem Split der Smiths im Jahre 1987 irrt Johnny Marr heimatlos von Band zu Band. Zunächst tat er sich in den Neunziger Jahren mit Bernard Sumner von
New Order zur Pop-Band Electronic zusammen. Dazwischen tourte er mal mit
den Pretenders und den Charlatans oder gab Gastspiele bei den Talking Heads oder bei Oasis . Als er endlich seine eigene Band gründet, The Healers, löst er sie nach dem Debut sofort wieder auf, um mit den Pet Shop Boys zu kollaborieren. Nach kurzem Flirt mit Modest Mouse stieg er letztes Jahr bei The Cribs ein, einer zuletzt von Franz-Ferdinand-Leader Alex Kapranos produzierten Band um die drei Brüder Jarman. Die Aufnahme stammt vom
heurigen Reading-Festival. Irrtümlich als 'Jonathan' vorgestellt, zeigt
'Johnny Marr' erneut, welch grandioser Gitarrist er ist."
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3. Soft Cell - What!. Nominiert von Peter Mühlbauer: "Ein Cover des Northern-Soul-Klassikers von Judy Street. Im Video (ihr drittbestes nach Sex Dwarf und dem Original zu Tainted Love) kommt unter anderem Mari Wilson vor, eine der Stars des Compact-Labels, von dem es aus den Jahren 1982 und 83 zahlreiche großartige musikalische Hinterlassenschaften, aber nur wenige Videos gibt. Angeblich soll Compact-Labelchef Tot Taylor in dem What-Musikclip Andy Warhol spielen."
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4. Lynn Vernado – Second Hand Love. Nominiert von Reinhard Jellen.
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5. The Human League – Empire State Human. Nominiert von Thomas Richter: "Eine Spätentdeckung".
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6. Ledernacken – Do the Boogaloo. Nominiert von Twister: "Weil ich diese Stöhnsongs a la Ledernacken und Nesthaken einfach herrlich unsinnig und amüsant finde (Kennt noch einer das Schwachsinnsalbum Porn to be wet?). Außerdem dachte ich erst durch Ledernackens "Amok" wieder daran, mal bei YouTube danach zu suchen und kann mich jetzt nicht satt hören an Texten wie: Du alles, was ich habe / Meine fette Supernova / Lieb mich in meiner Vivi [?] / Und lüfte den Pullover."
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7. The Residents & Snakefinger – Cry For The Fire. Nominiert von Michael Schuberthan.
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8. Dave Grusin and the NY-LA Dream Band - Countdown Nominiert von Harald Zaun: "Jazz-Musiker der Ost- und Westküste der USA trafen 1983 zusammen und zelebrierten eine fetzige Fusion .... Live-Aufnahme aus dem Budokan in Tokio. Interpreten/Musiker: Lee Ritenour (elektrische & akustische Gitarre), Anthony Jackson (Bass, Bassgitarre, Kontrabassgitarre, elektrische Gitarre), Steve Gadd (Schlagzeug), Tiger Okoshi (Trompete, Flügelhorn), Eric Gale (Elektropiano), George Young (Tenor-, Bariton-, Sopran- und Altsaxophon, Flöte, Piccoloflöte), Rubens Bassini (Percussion), Don Grusin (Piano, Elektropiano, Synthesizer, Clavinet, Rhodes Piano). Arrangement: Dave Grusin & Andrew J. Marsala. Produzenten: Dave Grusin & Larry Rosen."
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9."Der rockenden Kakadu, der wie ein Dinosaurier zum Boy-Groove stampft und zuckt". Nominiert von Peter V. Brinkemper.
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10. Zlatko Origjanski - Razbudi Se. Nominiert von Peter Riedlberger: "Vom Komponisten des Soundtracks zu Milcho Manchevskis Meisterwerk Vor dem Regen."
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