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Facebook-Nutzer sind extrovertiert, aber nicht zufrieden

Die Verweigerer von sozialen Netzwerken sollen auch besser in der Berufskarriere abschneiden.

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Die sozialen Netzwerke von Web 2.0 sollen die Einbettung der Menschen in Netzwerken fördern und damit womöglich auch Vorteile für die Karriere mit sich bringen, weil man bessere und mehr Kontakte hat (soziales Kapital). Aber Kontakte zu pflegen und Selbstdarstellung zu betreiben, scheint zumindest bei den Benutzern von Facebook wenig im Beruf zu helfen – und es macht auch nicht zufriedener.

Die Web 2.0-Eremiten haben nach einer Studie von Psychologen der Universität Zürich mehr Erfolg im Beruf und sind auch zufriedener – "leicht". Allerdings muss man die Studie mit Vorsicht genießen. Angeblich sind die wenigen Nicht-Benutzer von sozialen Online-Netzwerken, die befragt wurden, gewissenhafter. Und weil Gewissenhaftigkeit mit Berufserfolg verbunden soll, könnten … nun ja.

Zu Grunde liegt der Studie eine – nicht repräsentative – Online-Umfrage, an der 681 Menschen im Alter zwischen 13 und 89 Jahren teilgenommen haben, die den Fragenbogen ausgefüllt haben. Obgleich weltweit viele Millionen Internetnutzer eine Seite bei Facebook haben, dürfte die Umfrage kaum irgendwie realistisch sein. 573 Personen von insgesamt 681 gaben nämlich an, dass sie ein Profil bei Facebook haben, 335 waren zudem noch in anderen sozialen Netzwerken präsent. Nur 62 waren in keinem sozialen Netzwerk aktiv, was heißt, dass die Web 2.0-Abstinenten, die große Masse an Menschen, an der Umfrage praktisch nicht teilgenommen haben.

Wenig überraschend stellten die Psychologen fest, dass Facebook-Benutzer extrovertiert sind. Und indirekt räumen sie auch ein, dass die Umfrage eigentlich keine aussagekräftigen Ergebnisse liefert. Macht nichts, verwertet werden muss alles, wenn man sich schon die Arbeit gemacht hat. "Die Ergebnisse der Facebook-Studie legen nun nahe", so heißt es in der Miteilung der Universität, die das Thema wohl schick findet, "dass die Nicht-Nutzer eher gewissenhaft sind. Daraus könne man rückfolgern, dass engagierte Facebook-Nutzer weniger Berufserfolg haben als solche, die Facebook wenig oder gar nicht nutzen. 'Denn Menschen, die nicht auf sozialen Netzwerken sind, sind gewissenhafter und sie haben in der Regel mehr Berufserfolg', so Meyer. Allerdings sind sie auch älter als die Facebook-Nutzer, was bei diesen Ergebnissen eine Rolle spielen könnte."

http://www.heise.de/tp/blogs/6/146544
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