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Exzessive Internetnutzung und Depression

Nach einer britischen Studie könnte es einen Zusammenhang geben.

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Die Zahl der Menschen, die Anzeichen von Internetsucht zeigt, scheint nach einer in der Zeitschrift Psychopathology erschienenen Studie der britischen Psychologin Catriona Morrison von der University of Leed, doch nicht so hoch zu sein, wie von manchen beschworen wird. Morrison hat über 1.300 Personen im Alter zwischen 16 und 51 Jahren Tests beantworten lassen, mit denen sich Internetnutzung, Internetabhängigkeit und depressive Tendenzen eruieren lassen.

Nur 18 oder 1,2 Prozent wurden als internetsüchtig eingestuft. Sie benutzen das Internet "exzessiv", haben Schwierigkeiten, die Internetnutzung zu kontrollieren, und verbringen sehr viel mehr Zeit als andere auf Porno-, Glücksspiel- oder Social-Networking-Websites.

Die exzessiven Nutzer mit dem Durchschnittsalter von 21 Jahren sollen auch eher zur Depression neigen. Die Aussage ist freilich mit Vorsicht zu betrachten, da die 18 exzessiven oder internetsüchtigen Personen wohl kaum eine gesicherte Verbindung zulassen. Zudem ist, wie Morrison selbst anmerkt, auch keineswegs klar, ob nun die exzessive Internetnutzung die Menschen depressiv macht oder nicht umgekehrt Menschen, die zur Depression neigen, am Internet kleben bleiben. Allerdings neigt dann Morrison doch dazu zu sagen, ihre Studie verstärke "die öffentliche Meinung, dass eine exzessive Verwendung von Websites, die zur Ersetzung von normalen sozialen Funktionen dienen, mit psychischen Störungen wie Depression und Sucht verbunden sein kann".

http://www.heise.de/tp/blogs/6/147028
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