Käßmann tritt zurück
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zieht Konsequenzen aus ihrer deutschlandweit beachteten Trunkenheitsfahrt
Trotz Fürsprache des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günter "2 Mass"-Beckstein ist die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, nach Informationen der FAZ zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenzen aus der Autofahrt unter Alkoholeinfluss (siehe Ist eine wegen Trunkenheit vorbestrafte Kirchenvorsitzende tragbar?).
Die Spitze der EKD-Synode hatte zuvor erklärt, dass man die Entscheidung über Folgen des "schlimmen Fehlers" (Käßmann) "in ungeteiltem Vertrauen" der Ratsvorsitzenden überlasse. Kirchenmitglieder und Politiker hätten sie gestützt; zitiert wird unter anderem der Vizepräsident der Synode, Günther Beckstein, mit den Worten "ein Bischof ist kein Heiliger". Für ihn sei es eindeutig, dass "Frau Käßmann im Amt bleiben kann".
Da das Auto zu einer Mordmaschine geworden ist, die durch zu viel Alkohol im Blut nicht mehr gut beherrschbar ist, was insbesondere bei Stadtfahrten ein Risiko für die Allgemeinheit darstellt, ist Käßmanns Entscheidung trotz der Fürsprache des ehemaligen CSU-Chefs nachvollziehbar.
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.
