k
Nachrichten aus Kultur und Medien

Käßmann tritt zurück

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zieht Konsequenzen aus ihrer deutschlandweit beachteten Trunkenheitsfahrt

  • drucken
  • versenden

Trotz Fürsprache des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günter "2 Mass"-Beckstein ist die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, nach Informationen der FAZ zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenzen aus der Autofahrt unter Alkoholeinfluss (siehe Ist eine wegen Trunkenheit vorbestrafte Kirchenvorsitzende tragbar?).

Die Spitze der EKD-Synode hatte zuvor erklärt, dass man die Entscheidung über Folgen des "schlimmen Fehlers" (Käßmann) "in ungeteiltem Vertrauen" der Ratsvorsitzenden überlasse. Kirchenmitglieder und Politiker hätten sie gestützt; zitiert wird unter anderem der Vizepräsident der Synode, Günther Beckstein, mit den Worten "ein Bischof ist kein Heiliger". Für ihn sei es eindeutig, dass "Frau Käßmann im Amt bleiben kann".

Da das Auto zu einer Mordmaschine geworden ist, die durch zu viel Alkohol im Blut nicht mehr gut beherrschbar ist, was insbesondere bei Stadtfahrten ein Risiko für die Allgemeinheit darstellt, ist Käßmanns Entscheidung trotz der Fürsprache des ehemaligen CSU-Chefs nachvollziehbar.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/147142
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS