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New Yorker gegen islamisches Gemeindezentrum am Ground Zero

Umfrage: Auch wenn Muslime das Recht hätten, das Gemeindezentrum zu errichten, so sollten doch "9/11"-Empfindlichkeiten mehr berücksichtigt werden

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Selbst unter New Yorkern, welche die Errichtung eines islamischen Gemeindezentrums in Lower Manhattan unterstützen, würde es mehr als ein Drittel lieber sehen, wenn das Gebäude ein paar Straßenblöcke weiter entfernt vom geplanten Standort errichtet wird. Auch wenn Muslime das Recht hätten, ein Gemeindezentrum in der Nähe von Ground Zero zu errichten, so sollten doch die Empfindlichkeiten jener, die von den Anschlägen am 11. September 2001 betroffen sind, mehr berücksichtigt werden - das ist der Tenor einer Umfrage, welche die New York Times Ende August unter fast 900 Bürgern der Stadt durchführte.

Die große, weit über die Stadt-und Landesgrenzen hinaus wirkende Debatte über die "Moschee am Ground Zero" - einem 13 stöckigen Haus mit Gebetsräumen, Sport- und Kultureinrichtungen, von Bauherren und Unterstützern Project Park51 genannt - wird von New Yorkern mit großem Interesse verfolgt. Zwei Drittel beschäftigen sich "eine Menge" damit, zuhause und am Arbeitsplatz ist der Bau des islamischen Gemeindezentrums Gesprächsthema (siehe dazu auch Fox News und das Saudi-Geld).

Während Projektleiter und Unterstützer von "Park51" die Gegner als "kleine, aber lautstarke Gruppe" schildern würden, zeichne die Umfrage ein differenzierteres Bild, so die Zeitung. 67 Prozent der Befragten räumten zwar ein, dass die Muslime das Recht hätten, ihr Gemeindezentrum in der Nähe des "Ground Zero" zu errichten, sie sollten aber einen anderen Platz dafür finden. Größere Teile der Gegner sähen sie am liebsten mindestens fünf Straßenblöcke weiter entfernt.

Nur 35 Prozent der befragten New Yorker sprachen sich überhaupt für den Bau aus - dagegen gaben 50 Prozent an, dass sie das Projekt nicht unterstützen. Dass selbst in Manhattan - von der NYT als "Bastion der religiösen Toleranz" bezeichnet - 41 Prozent gegen Park51 sind, dürfte den Projektverantwortlichen zu denken geben. In anderen Stadtteilen sei die Opposition stärker, in der Bronx zum Beispiel hätten sich 54 Prozent dagegen ausgesprochen. Dass die Gegnerschaft unter Republikanern besonders deutlich ausfällt (75%), ist wenig überraschend; eher schon, dass sich im demokratischen Lager keine eindeutige Position zeigt: 43 Prozent "Dafür"-Stimmen, 44 Prozent "Dagegen". Je älter die Befragten waren, desto eher äußerten sie sich gegen das Projekt.

Über 60 Prozent gaben an, dass sie Personen kennen, die aufgrund 9/11 "negative Gefühle" gegenüber Muslimen hatten.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/148309
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