"Iron Sky" trifft "Indiana Jones"
Material tibetischer Hakenkreuz-Statue ist außerirdischen Ursprungs
Eine "Iron Man" genannte metallische Statue aus dem 11. Jahrhundert, welche auf der sagenumwobenen Tibet-Expedition okkultistischer Nazi-Wissenschaftler 1938/39 gefunden und nach Deutschland gebracht wurde, stammt einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Stuttgart zufolge aus nicht irdischem Material. Die Skulptur dürfte während der tibetanischen Bön-Kultur gefertigt worden sein und stellt vermutlich die buddhistische Gottheit Vaiśravana dar. Der dargestellte Mann trägt auf der Brust eine Swastika, was die Nazis entzückt haben dürfte. Die Swastika wurde seit über 6.000 Jahren als religiöses Symbol verwendet und in den 1920er Jahren als „Hakenkreuz“ von den Nazis übernommen.
Eine geochemische Untersuchung ergab nunmehr, dass das Objekt im Wesentlichen aus Eisen, Nickel und Cobalt besteht, sowie Spuren von Chrom, Gallium und Germanium(!) enthält. Aufgrund des hohen Nickel-Gehalts und Spuren einer Platin-Gruppe wird das Material dem Chinga-Metoriten zugeordnet, dessen Einschlag in einem Zeitraum vor 10.000 bis 20.000 Jahren datiert wird. Aus der Streuung der gefundenen Bruchstücke wird auf eine Zerstörung des Meteoriten bereits beim Eintritt in die Atmosphäre geschlossen.
Die Tibet-Expedition von 1938/39 stand unter der Schirmherrschaft von SS-Reichsführer Heinrich Himmler, der wie andere hohe Nazis dem Okkultismus anhing und sogar eine Forschungsstelle Ahnenerbe eingerichtet hatte, die einen indogermanischen Abstammungsmythos des deutschen Volkes „wissenschaftlich“ beweisen sollte. Himmlers geistige Vorstellungswelten bezogen sich auf obskure Propheten wie Karl Maria Wiligut oder die Geisterbeschwörerin Helena Petrowna Blavatsky, die insbesondere indische bzw. tibetanische Geheimlehren propagierte. Die von Blavatsky begründete Theosophie legte das Fundament für die Ariosophie und die Blut-und-Boden-Ideologie der Nazis. Die Ariosophen verwendeten 1907 auch erstmals die Swastika als Fahnenmotiv, die eine arische Rune symbolisiere. Zu den Lesern der ariosophischen Zeitschrift "Ostara" soll der junge Adolf Hitler gehört haben.
UPDATE: Inzwischen hat ein Kollege von Prof. Indiana Jones plausible Zweifel an der Echtheit bzw. Zuordnung zur Bön-Kultur angemeldet. Demnächst hierzu mehr.
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