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Kubakrise im Internet

Multimedia-Angebote illustrieren das globale Schachspiel von 1962

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Diesen Monat jährt sich zum 50.Mal die kubanische Raketenkrise, welche die Welt näher als je zuvor an den Rand eines Dritten Weltkriegs manövrierte. Die damaligen Geschehnisse lassen sich anhand weiterer freigegebener Dokumente und diverser Projekte speziell im Internet nunmehr anschaulich nachvollziehen.

Bei whitehousetapes.net werden Aufzeichnungen von John F. Kennedys geheimen Abhörsystem veröffentlicht, mit denen der Präsident sowohl eigene Besprechungen mit Militärs protokollierte, als auch erfuhr, was seine Generäle in seiner Abwesenheit über ihn dachten. Die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und dem Pentagon, das für Krieg plädierte, hatte Robert Kennedy in seinem Buch "13 Days" angedeutet. Der Politklassiker wurde 2000 prominent verfilmt.

The Armageddon Letters illustriert die Kubakrise mit ambitionierten Animationsfilmen, Comics, Podcasts sowie inszenierten "Blogs" von Chruschtschow, Kennedy und Castro, die mit einer Verspätung von 50 Jahren synchron die Ereignisse kommentieren.

Ebenfalls in "Echtzeit" (also um 50 Jahre versetzt) twittert der Historiker Michael Dobbs, der in seinem Buch One Minute To Midnight etliche bis dahin unbekannte Details enthüllte.

Eine Fundgrube an Originalmaterial, das insbesondere bei einer Historiker-Konferenz zum 40.Jahrestag 2002 von Kuba, Russland und den USA freigegeben wurde, bietet das National Security Archive. Neben freigegebenen Dokumenten sind ebenfalls Soundfiles mit einst geheimen Besprechungen zu hören.

Die ARD hat zum Jahrestag des Auftakts der Kubakrise die Dokumentation Am Abgrund angekündigt, die "erstmals nicht vorwiegend die US-Sicht, sondern auch die sowjetische und kubanische Perspektive offen legen" will. Das ZDF beschränkt sich auf eine Wiederholung des Spielfilms "Topas", will jedoch in seinem Infokanal den Abschuss der U2 über Kuba beleuchten.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/152904
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