Bluetooth-Koffer
Ein vom spanischen Designer Rodrigo Garcia Gonzalez entwickeltes Reiseutensil folgt seinem Besitzer automatisch
Das deutsche Wort Koffer stammt vom lateinischen Wort für Korb ab. Doch seit der Römerzeit haben sich Transportbehältnisse stark verändert. Im 19. Jahrhundert hatten sie sich zu riesigen hölzernen und mit Verschlussvorrichtungen ausgestatteten Schrankkoffern entwickelt, in denen Schiffspassagiere riesige Mengen an Hüten und Rüschenkleidern unterbringen konnten. Der kaiserliche Kofferpacker Louis Vuitton wurde dadurch berühmt, dass sie zu einem gewissen Grad wasserfest machte und mit seinen karierten und gestreiften Stoffen hübsch aufputzte. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn und später mit dem Flugzeug wurde das Reisegepäck wieder kleiner und Leder, Karton und Kunststoff verdrängten das Holz.
Heute sind Koffer häufig aus Polykarbonat, halten Stöße aus und lassen sich rollen. Nun hat der spanische Designer Rodrigo Garcia Gonzalez dem alten Transportutensil ein weiteres Feature hinzugefügt: Eine Bluetooth-Steuerung, die sich mit dem Smartphone bedienen lässt und dafür sorgt, dass der Koffer seinem Besitzer nachläuft wie ein wohlerzogener Hund. Der Reisende hat dadurch beide Hände frei und kann damit zum Beispiel Türen öffnen oder ein Getränk halten. Als besondere Zielgruppe für das Hop! benannte Gerät hat Gonzalez auch Behinderte im Auge.
Damit der Koffer, in dem ein Arduino Mikrocontroller verbaut ist, seinem Herrn nicht in die Beine fährt, ist er darauf programmiert, einen konstanten Sicherheitsabstand einzuhalten. Gerät er außerhalb der Reichweite der Bluetooth-Verbindung, dann verschließt er sich und sendet seinem Besitzer ein Warnsignal auf das Handy, damit dieser nachsehen kann, ob der (bislang nur als Prototyp existierende) Hop! an einem Hindernis stecken geblieben ist oder ob sich ein Dieb an ihm zu schaffen macht.
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.




