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Whitney Houston, Gangnam Style und Hurricane Sandy

Die meistgegoogelten Begriffe im Jahr 2012

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Das deutsche Wort "Zeitgeist" fand bereits im 19. Jahrhundert Eingang in die englische Sprache. Der Google-Konzern verwendet es heute, um die bei ihm meistbesuchten Begriffe eines Jahres aufzubereiten. 2012 führt dabei international die im Februar verstorbene Sängerin Whitney Houston, deren Tod auch dem Sony-Konzern erkleckliche Einkünfte bescherte. Auf Platz 2 folgt eine Tanzmode – der "Gangnam Style" des südkoreanischen Musikers Psy, der der Medienindustrie vormachte, wie man durch zigtausendfaches Kopiertwerden Geld verdient. Auf Platz 3 landete eine Naturkatastrophe: Der Hurricane Sandy der New York überschwemmte und Teilen der USA wochenlang den Strom nahm.

Platz 4 der internationalen Google-Charts belegt der Google-Konkurrent Apple mit seinem iPad 3. Auf Platz 5 findet sich ein Computerspiel mit 12 Jahren Wartezeit, das die hohen Erwartungen ebenso wie das iPad3 nur bedingt erfüllen konnte: Diablo 3. Platz 6 der Google-Hitparade führt eindrucksvoll vor Augen, dass mittlerweile auch die Yellow-Press-Leser einen Internetanschluss haben: Hier thront Kate Middleton, die schwangere Ehefrau des britischen Prinzen William. Ihr folgt ein weiteres englisches Ereignis: die olympischen Sommerspiele in London.

Am achtmeisten suchten Google-Nutzer den Namen des fünfzehnjährigen Cybermobbing-Opfers Amanda Todd, das im Oktober Selbstmord beging, nachdem es zuvor seine Leidensgeschichte mit Hilfe von Zetteln auf Video bannte. Platz 9 belegt der amerikanische Nebenrollen-Schauspieler Michael Clarke Duncan, der im September im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt verschied. Ihn müssten die meisten Deutschen wahrscheinlich ebenso googeln wie Platz 10: "BBB12" steht für Big Brother Brasil 12, eine Fernsehserie, deren Konzept hierzulande vor zwölf Jahren viel Aufmerksamkeit erregte, aber mittlerweile fast vergessen ist.

Nimmt man nur die Suchanfragen aus Deutschland, dann enthalten die Zeitgeist-Top-Ten ebenfalls die Olympiade (Platz 3), das iPad3 (Platz 7), Whitney Houston (Platz 8) und Kate Middleton (Platz 9), aber auch die international nicht platzierte Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (Platz 1), den verstorbenen Dschungelcamp-Moderator Dirk Bach (Platz 2), den österreichischen Stratosphärenspringer Felix Baumgartner (Platz 4), die Ex-Skandalpräsidentengattin Bettina Wulff (Platz 6), das Samsung Galaxy S3 (Platz 5) und die Castingshow Voice of Germany (Platz 10).

http://www.heise.de/tp/blogs/6/153445
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