US-Repräsentantenhaus mehrheitlich für das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket
"Wir hatten keine andere Wahl mehr, wir stehen mit dem Rücken zur Wand"
Die Anspannung auf den Finanzmärkten war groß. Der Beifall dann auch, mit dem das Repräsentantenhaus das Abstimmungsergebnis heute feierte: Mit 263 Stimmen für den 700-Milliarden-Dollar-Rettungsplan und 171 Gegenstimmen gelang im zweiten Anlauf, was nach dem gescheiterten ersten für weltweite Verunsicherung an Börsen und Märkten gesorgt hatte: die Zustimmung zum größten Regierungs-Bailout der US-Geschichte. Präsident Bush will das entsprechende Gesetz, das auch beachtenswerte Zusätze hat, sobald wie möglich unterzeichnen.
Nach ersten kritischen Stimmen zu urteilen, wird Henry Paulsen damit zu einem überaus mächtigen Strippenzieher der Supermacht, mit "bislang nicht gekannten, unglaublichen Machtbefugnissen", ein "Wall-Street-Spekulant, der die finanzielle Massenvernichtungswaffen geschaffen hat und jetzt sagt, dass er weiß, wie die Entwaffnung funktioniert" (Peter DeFazio, demokratischer Abgeordneter). Anders als beim ersten Versuch stimmten trotz Widerstände (siehe Republikanischer Bürgerkrieg) ausreichend Republikaner für das Rettungspaket. Dazu der republikanische Abgeordnete Zach Wamp, der am Mittwoch noch gegen den Paulsen-Plan gestimmt hatte, aber heute dafür:
"Wir hatten keine andere Wahl mehr, wir stehen mit dem Rücken zur Wand."
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