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Politik & Wirtschaft

Alarmierend, aber nicht entscheidend

Beobachtern zufolge kam es zu größeren Irregularitäten bei der Wahl, am Erdrutschsieg Obamas können sie aber nicht rütteln

334 Wahlmänner für den Katharsis-Kandidaten Obama gegenüber 155, die der als Bush-Mann verstandene Kandidat McCain gewinnen konnte: Die Zahlen der New York Times künden von einem sehr deutlichen Sieg. Die großen Probleme für Obama kommen erst nach der Wahl - von Menschen und nicht von Wahlcomputern und anderen Wahl-Irregularititäten, wie im Vorfeld befürchtet wurde.

Und dennoch lief längst nicht alles glatt bei der historischen Wahl, wie erste Informationen zeigten. Beobachter von Election Protection berichteten von langen Schlangen und Problemen mit den Wahlmaschinen. Insgesamt über 200.000 Beschwerde-Anrufe meldete die "1-866-OUR-VOTE hotline" von Election Protection am Abend der Wahl, 80.000 Anrufe alleine am Wahltag.

Als alarmierend wertet die "überparteische Organisation für Wählerrechte" größere Unstimmigkeiten bei der Wählerregistrierung. Genaue Zahlen folgen erst später, so begnügt man sich einstweilen mit dem Fazit, dass "Wähler im ganzen Land beim Wahllokal eintrafen und feststellen mussten, dass ihre Registrierung nie durchgeführt worden war, dass ihre Namen von den Listen gestrichen wurden". Desgleichen werden falsche Informationen zum Ort der Wahllokale, Wahlzeiten und -regeln genannt, die Reformen nötig nachen würden. Angemahnt wird angesichts der langen Warteschlangen (bis zu sieben Stunden wurden aus Virginia gemeldet) überdies eine Verlängerung der Wahl, die an zwei Tagen stattfinden könnte.

Zwar, so das Blog von Election Protection, wurden angeblich junge Wähler per SMS und via Facebook manipuliert, aber letztlich ohne Erfolg; es sieht eher danach aus, als ob mehr Junge denn je an den Wahlen teilgenommen und sie vor allem für Obama gestimmt haben.

Von "tausenden problematischer Abstimmungszettel" in Ohio berichtete Slate mit einer eigenen Nachrichtenschiene, die sich mit Unregelmäßigkeiten bei der Wahl befasste. Bei CNN, auf das Slate verweist, heißt es dazu, dass die Probleme mit zehntausenden sogenannter provisorischer Wahlzettel "signifikante Auswirkungen" haben könnten. Danach sieht es zwar im Augenblick überhaupt nicht aus, aber man darf schon gespannt sein, was im Lauf das Tages noch an Informationen über die Leistung der Wahlmaschinen kommt.

Thomas Pany05.11.2008
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Kommentare lesen (38 Beiträge)
Electoral Fraud Class Actions gegen einige US-Bundestaaten in Sicht !
Diktatur China
Fakten Fakten Fakten

 
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