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09.11.2008Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Britische Geheimdienste warnen vor tausenden Extremisten, die Anschläge planen sollen

Die Gefahr gehe meist von Muslimen mit pakistanischen Migrationshintergrund in London und Birmingham aus.

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Britische Geheimdienste warnen wieder einmal vor "tausenden Extresmisten", die in Großbritanniens Städten aktiv seien und Anschläge planen würden. In dem als "geheim" eingesuften Bericht über den "Internationalen Terrorismus", aus dem der Telegraph zitiert, warnen die Geheimdienste, dass Großbritannien weiterhin Ziel für Anschläge von vorwiegend jungen, im Land geborenen Muslimen oder islamischen Konvertiten, aber auch von internationalen Terroristen im Ausland sei, die sich an al-Qaida orientieren. Die Bedrohung sei "vielfältig und sehr verteilt", allerdings sei die Zahl der Terroristen in Großbritannien schwierig abzuschätzen.

Im Sommer hatte ein ebenfalls geheimer Bericht des Geheimdienstes MI5, der an die Öffentlichkeit gelangte, noch davon gesprochen, dass es schwierig sei, ein Profil derjenigen zu machen, die dem Extremismus zuneigen. Jetzt klingt das ein wenig deutlicher. Die Mehrheit der Extremisten seien britische Bürger aus Südastasien, vor allem aus Pakistan. Aber es gebe auch Extremisten aus Nord- und Ostafrika, aus dem Irak und dem Nahen Osten und eine "Reihe von Konvertiten". Meist seien es junge Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahre, und sie würden sich vor allem in London, Birmingham und im Südosten Großbritanniens finden.

Die "extremistischen Netzwerke" würden vor allem ihre Ideologie verbreiten, trainieren, Spenden einholen, "nichttödliche Mittel zur Unterstützung des Dschihad in Pakistan, Afghanistan und im Irak besorgen und Rekruten in die Konfliktzonen schicken". Viele hätten Terrorausbildungslager im Ausland besucht und sich die Kenntnisse angeeignet, um Bomben selbst zu bauen. Daher sei es am wahrscheinlichsten, dass sie mit selbstgebauten Bomben (IED) "belebte Orte" angreifen, um massenhaft Tode zu verursachen. Ein Angriffsziel sei das Regierungsviertel in London. Die Bedrohungslage wird hier als "stark" bezeichnet.

In den USA wurde durch einen Bericht deutlich, dass das FBI zwischen Juli 2004 und November 2007 zwar über 100.000 terrorverdächtigen Vorfällen nachgegangen ist, die "überwältigende Mehrheit" hatte sich jedoch als grundlos erwiesen. 600 Untersuchungen seien zwischen Ende 2006 und Ende 2007 eingeleitet worden. Über den Ausgang von diesen wurde nicht berichtet. Vermutlich ergeben sich auch hier kaum wirkliche Hinweise.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/118611
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