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14.11.2008Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Osama Bin Ladin angeblich isoliert

Osama lebt nach Aussagen des CIA-Chefs Hayden. Er sei aber vor allem mit seinem Überleben befasst; Al-Qaida bleibe die größte Terror Bedrohung für die USA.

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Osama Bin Ladin, die Mutter der weltweiten Bedrohung durch den islamistisch-dschihadoiden Terrorismus, "steckt derzeit eine Menge Energie in sein Überleben und seine Sicherheit", weiß der CIA-Direktor Michael Hayden und widerspricht damit den Überzeugungen von Experten, die anderorts und im Telepolis-Forum Bin Laden mehrfach für tot erklärt haben.

Nach Kenntnis Haydens, der im Rahmen des Global Intelligence Forums des US-Think-Tanks Atlantic Council sprach, ist Bin Laden zwar nach wie vor nomineller Chef von al-Qaida, er sei aber von den "täglichen Operationen isoliert".

Als wahrscheinlichen Aufenthaltsort Bin Ladens gab Hayden die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans an. Von diesem Gebiet gehe ohnehin die größte Terror-Gefahr aus:

"Lassen Sie mich ganz deutlich sein. Nahezu jede größere Terrordrohung, derer sich meine Behörde bewusst ist, stammt aus diesen Stammesgebieten. Ob es um die Kommando- und Kontrollebene geht, um Ausbildung, Leitung, Geld, Ressourcen, es gibt eine Verbindung zu den FATA (Federally Administered Tribal Areas) in Pakistan."

Aktuell intensivierte US-Drohnenangriffe auf das Grenzgebiet, die beinahe im täglichen Takt als neue Todesopfer-Meldungen im Westen registriert werden, deuten darauf hin, dass die Annahme Haydens vom amerikanischen Kommandostab geteilt wird. Was Hayden als Erfolg wertet - dass diese Strategie al-Qaida "aus dem Gleichgewicht bringe" -, wird nach seiner Aussage vom pakistanischen Geheimdienstchef Ahmed Shujaa Pasha genauso gesehen. Die Perspektive der Bewohner zu den "erfolgreichen Angriffen" wurde im Gespräch nicht erwähnt.

Indirekt verbirgt sie sich vielleicht in der angenommenen Rezeption, die Hayden als Argument geltend machte für die intensive Jagd auf Osama Bin Laden (die im Gegensatz zu anderslautenden "Spekulationen" in den Medien noch immer "Priorität" habe) und den Kampf gegen al-Qaida: Bin Ladens Gefangennahme würde ganz sicher einen signifikanten Effekt auf das Vertrauen seiner Anhänger haben, auf den Kern von al-Qaida und auch auf damit unverbundene Extremisten weltweit. Zwar, so Hayden, sei al-Qaida im Irak am Rande einer Niederlage, bedrohliche Entwicklungen anderswo, etwa in Nord- und Ostafrika oder im Jemen, würden aber zeigen, dass von der Terrorvereinigung noch immer große Gefahr für die USA ausgehe:

"If there is a major strike on this country, it will bear the fingerprints of al-Qaeda."

http://www.heise.de/tp/blogs/8/118900
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