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17.11.2008Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Japans Wirtschaft in der Rezession

Nach der Eurozone und Deutschland ist damit auch die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Rezession.

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Die japanische Wirtschaft befindet sich nach den Worten von Wirtschaftsminister Kaoru Yosano in der Rezession. Entgegen der Erwartungen der Finanzexperten ist damit nach der Eurozone und Deutschland auch die zweitgrößte Volkswirtschaft weltweit in die Rezession abgeglitten. Das Statistikamt in Tokio teilte am Montag (Ortszeit) mit, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei zwischen Juli und September erneut um 0,1 % geschrumpft. Annualisiert ging die Wirtschaftsleistung um 0,4 % zurück. Somit befindet sich Japan nach sieben Jahren wieder in einer Rezession.

Gehofft wurde auf einen minimalen Zuwachs von 0,1 %, der im Jahresvergleich sogar 0,4 % ausfallen sollte. In der Realität schrumpfte die japanische Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent. Ein Grund dafür ist auch, dass die Statistiker die schlechten Zahlen für das zweite Quartal weiter nach unten revidieren mussten, als die Wirtschaft um 0,9 Prozent geschrumpft war, so stark wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr.

"Die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft wachsen und Japan ist in einer ernsten Situation, da sich die globale Lage weiter eintrübt", warnte der Wirtschaftsminister Kaoru Yosano. Es ist wahrscheinlich, dass die japanische Wirtschaft zwei weitere Quartale schrumpfen wird. Die japanische Zentralbank hat kaum noch Spielraum zur Ankurbelung der Wirtschaft über den Leitzins, weil sie ihn schon auf 0,3 % gesenkt hatte.

Der Aktienmarkt in Tokio fuhr Achterbahn. Die Kurse gingen nach der Rezessionsmeldung in den Keller. Der Nikkei-Index verlor fast 250 Punkte auf 8 218 Zähler, drehte aber dann leicht ins Plus, weil Schnäppchenkäufer offenbar günstige Einstiegsmöglichkeiten bei niedrigen Preisen sahen. Der Nikkei schloss mit einem Plus von 0,7 % bei 8 522 Punkten.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/118968
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