p
08.12.2008Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Kein Geld für Spekulanten

Mit Futures für Rohöl ließen sich gute Geschäfte machen.

  • drucken
  • versenden

Auch Spekulanten dürften aktuell kaum Finanzierungen bekommen. Das demonstriert beispielsweise der Markt für Rohöl. So war Rohöl am Spot-Markt am 5. Dezember um 40,84 Dollar zu haben. Der Future für Lieferung in einem Jahr lag nach Bloomberg hingegen bei 54 Dollar, was einen ungewöhnlich ausgeprägten "Contango" darstellt, wie Rohstoffhändler es nennen, wenn der Futures-Preis über dem Spot-Preis liegt (das Gegenteil heißt "Backwardation").

Jedenfalls wäre trotz hoher Finanzierungszinsen und Versicherungskosten noch immer ein hoher und weitgehend sicherer Gewinn zu erzielen, wenn man jetzt auf Kredit einen Tanker voll Rohöl kaufen und ihn ein Jahr lang billig vor Anker liegen lassen würde. Die 34-Prozent-Spanne garantiert zweistellige Gewinne bei absolut kontrollierbarem Risiko, so dass die daraus erwachsende Nachfrage entsprechend der ökonomischen Rationalität längst eine Annäherung der Preise verursacht haben müsste. Dass dem bislang nicht so ist, und diese billigen Chancen offenbar nicht von den Spekulanten genutzt werden, zeigt neuerlich deutlich die aktuell so mangelnde Funktionstüchtigkeit des Finanzsystems.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/120077
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS