Mega-Betrug von Madoff betrifft auch deutsche Anleger
Investitionen in das Ponzi-Trick-System erfolgten über den Umweg von österreichischen Fonds.
Madoff kommt in Deutschland an, meldet die Financial Times Deutschland. Das war auch nicht anders zu erwarten (siehe: Größter Betrug in der Geschichte reißt weitere Finanzlöcher bei europäischen Banken auf). Die Investitionen erfolgten offenbar über den Umweg zweier von Österreich aus betriebener Fonds mit den Namen "Thema US Equity" und "Herald US Absolute Return".
Der Schaden für deutsche Anleger soll inzwischen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erreicht haben. Die bislang betroffenen Gesellschaften - Frankfurt-Trust, Ampega-Gerling, Carat, Alceda und Universal-Investment - mussten den Wert der beiden Fonds in ihren Portfolios vorsorglich auf einen Wert von 10 Cent abschreiben. Das Gewicht der beiden toxischen Produkte in betroffenen Dachfonds betrage bis zu 19 Prozent.
Zuletzt kamen die direkt betroffenen Fonds "Thema US Equity" und der "Herald US Absolute Return" auf ein Volumen von umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro. Verantwortlich für den Vertrieb der Fonds an institutionelle Anleger war die Wiener Privatbank Medici AG und die Bank, fast komplett in Privatbesitz (75%) hat wohl bis zu 2,1 Milliarden USD in Madoff-Fonds verloren. "Der Großteil der Gelder wurde bei Madoff veranlagt", sagte Vorstand Peter Scheithauer.
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