Venezuela weist aus Protest gegen Gaza-Krieg israelischen Botschafter aus
Venezuela wirft Israel die Verletzung des Internationalen Rechts vor, Israel stellt im Gegenzug Venezuela auf die Seite des Terrorismus.
Venezuela hat aus Protest gegen das Vorgehen des israelischen Militärs im Gaza-Streifen den israelischen Botschafter Shlomo Cohen und weiteres Botschaftspersonal des Landes verwiesen. Verurteilt werden die Bodenoffensive und die Bombardierung, die zu dem "Horror der Tötung von unschuldigen Frauen und Kinder" führen.
Nach der Mitteilung der Regierung erklärt sich Venezuela solidarisch mit dem "heldenhaften palästinensischen Volk". Man trauere mit den Menschen, die Angehörige verloren haben, und werde sich darum bemühen, dass die Schuldigen bestraft werden. Die venezolanische Regierung verurteilt die "offensichtlichen Verletzungen des Internationalen Rechts" und den "Staatsterrorismus". Mit der Ausweisung trete man für den Frieden und die Einhaltung des Internationalen Rechts ein.
Betont wird in der Mitteilung, dass Präsident Hugo Chávez sich immer dem Antisemitismus wie jeder anderen Art des Rassismus entgegen gestellt habe. Es handele sich um einen "brüderlichen Aufruf an das jüdische Volk in der ganzen Welt". Die Juden sollten "den Kriminellen des israelischen Staates an die dunklen Seiten des 20. Jahrhundert erinnern". Mit dem "Genozid am palästinensischen Volk" könne die israelische Regierung ihrem Volk "niemals die Perspektive auf ebenso notwendigen wie dauerhaften Frieden" anbieten. Zuvor hatte Chàvez bereits gefordert, dass der israelische Präsident vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden müsse.
Das israelische Außenministerium reagierte schnell auf die Ausweisung des Botschafters und die Beschuldigungen. Venezuela wird vorgeworfen, enge Beziehungen zu Hamas und Iran zu unterhalten: "Venezuela muss sich entscheiden, auf welcher Seite des Krieges es steht. Es muss sich entscheiden zwischen denen, die gegen den Terrorismus kämpfen, und denen, die ihn unterstützen. Es ist nicht überraschend, dass Venezuela der Welt erneut klar gemacht hat, auf welche Seite es sich stellt."
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