Finanzkrise: Japaner und Deutsche haben wenig Vertrauen in ihre Regierung
Nach einer internationalen Umfrage ist in Ländern wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich der Pessimismus groß und das Vertrauen in Banken und Regierungen gering.
Die Briten hat die Finanzkrise tief getroffen. Nachdem das Land in den letzten Jahrzehnten stark darauf gesetzt hat, zum Standort des globalen Finanzsystems zu werden, wird nun dessen Implosion mit wachsendem Pessimismus begegnet. Nach einer internationalen Umfrage in 17 Ländern, die allerdings bereits Ende des letzten Jahres durchgeführt wurde, haben nun die Briten sogar noch weniger Vertrauen in ihre Banken als die Isländer, berichtet der Guardian. Auch die Vorsicht gegenüber Wertpapieren ist groß.
Die Menschen in den bislang boomenden Schwellenländern wie China oder Indien sind weniger pessimistisch als die der Industrieländer. So ging in den beiden Ländern jeweils ein Drittel davon aus, dass die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten wieder besser werden würde, in Großbritannien waren hingegen Dreiviertel überzeugt, dass es weiter bergabwärts geht. Damit sahen die Briten die Zukunft ebenso schwarz wie die Japaner, die Deutschen waren zusammen mit Franzosen und Spanier ein bisschen weniger pessimistisch, aber sie liegen auch am unteren Ende.
Ihre Regierung vertrauten die Briten allerdings nicht sonderlich, die Krise lösen zu können. Obgleich Regierungschef mit hektischer Betriebsamkeit ähnlich wie Sarkozy mit Maßnahmen und Rettungspaketen losstürmte, gaben die Befragten der Regierung nur eine Vertrauensnote von 4,5 auf einer Zehnerskala. Der Durchschnitt lag bei 5,2. Noch schlechter schnitten freilich die deutsche mit 4,0 und die japanische Regierung mit 3,0 ab. Das mag sich in Deutschland vielleicht mit den Konjunkturpaketen geändert haben. Die Amerikaner sind wie immer optimistischer und vertrauen mit 6,3 ihrer Regierung mehr, was auf den Obama-Effekt zurückführbar sein wird.
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