Nach einer aktuellen Umfrage gibt es die linke Mehrheit nicht mehr.
Nach einer vom ARD-Morgenmagazin in Auftrag gegebenen Umfrage von Infratest dimap, die am 20. und 21. Hanuar bei tausend deutschen Bürgern durchgeführt wurde, wollen die Deutschen mehrheitlich (52%) derzeit eine Koalition von CDU/CSU und FDP. Damit ist die linke Mehrheit nicht mehr vorhanden, gerade einmal 18 Prozent wünschen sich eine Koalition aus SPD, Grünen und der Linken. 40 Prozent wären für eine Wiederauferstehung der rotgrünen Koalition. Eher unlustig mit 38 Prozent würde die Weiterführung der großen Koalition goutiert werden.
Auf die Frage, wen sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären, entschieden sich 35 Prozent für die CDU/CSU und 25 Prozent für die SPD. Mit den 14 Prozent für die FDP käme eine schwarz-gelbe Koalition auf 49 Prozent. Das wäre sehr knapp, aber möglich, SPD, Grüne und die Linke kämen nur auf 47 Prozent. Irgendwie scheint aber allgemeine Parteienverdrossenheit zuzunehmen. Alle Parteien verlieren, wenn auch gering, mit 2 Prozent die CDU7CSU am meisten, an Zustimmung. Gegenüber den Grünen und der Linken liegt die FDP noch ganz klar in Führung.
Verwirrend ist die Umfrage, wenn auch relativ eindeutig gegen links. Das verwundert angesichts der Krise, von der ausgerechnet die FDP profitiert. Möglicherweise meinen die Menschen, dass am ehesten diejenigen, die an deren Zustandekommen beteiligt waren oder die dafür notwendigen Marktprinzipen vertreten haben, auch eher einen Ausweg finden werden. Oder aber die Menschen glauben, dass Forderungen nach einer höheren sozialen Gerechtigkeit angesichts der Krise keine Chance haben. Insgesamt aber scheinen die Deutschen zerrissen und entscheidungsunfähig zu sein. Lust am linken Experiment haben sie jedenfalls nicht. Das muss wahrscheinlich auf bessere Zeiten warten.
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