Chavez provoziert oder hat Angst
Der venezolanische Präsident soll Russland angeboten haben, Langstreckenbomber auf einer Insel zu stationieren.
Der venezolanische Präsident Hugo Chaves sorgt für Unruhe in den USA. Er soll Russland offeriert haben, auf der Insel La Orchila Langstreckenbombern zu stationieren. Schon 2008 hatten Langstreckenbomber Venezuela besucht.
Venezuela soll offenbar die Nachfolge von Kuba antreten. Offenbar fühlt sich Chavez auch weiterhin von den USA bedroht und will sich mit einer Präsenz von Russland absichern. Russland dürfte das Angebot interessant finden, um so noch mehr Verhandlungsmasse zu haben, die noch von der Bush-Regierung geplante Installation einer Radarstation und von Abfangraketen des Raketenabwehrsystems in der Tschechei und in Polen zu verhindern obgleich sich die Obama-Regierung bereits kompromissbereit gezeigt hat.
Zumindest hat Anatoli Schicharjew, der Stabschef der russischen Langstreckenbomber, die Offerte von Chavez mitgeteilt: "Chavez hat uns die ganze Insel mit einem Flugplatz angeboten, den wir für eine zeitweilige Stationierung unserer strategischen Bombenflugzeuge nutzen dürfen," Er schloss, so berichtet die Nachrichtenagentur Rian, eine Nutzung der Insel durch die russische Luftwaffe nicht aus, wenn „eine entsprechende politische Entscheidung getroffen wird".
Die russische Regierung dürfte die Situation genießen und spielt erst einmal alles herunter. Es sei nur eine technische Möglicheit hieß es aus dem Kreml. Militärischen Sinn macht das Angebot, abgesehen vom medialen Effekt, eigentlich wenig, da Langstreckenbomber keinen Stützpunkt vor Ort benötigen. Chavez hatte letztes Jahr Russland auch angeboten, Marinestütztpunkte einzurichten..
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