Berliner Polizei warnt vor 1.-Mai-Terror gegen die Bewohner ärmerer Viertel
Die Ereignisse beim NATO-Gipfel in Straßburg und ein Anschlag in Mitte lassen befürchten, dass mehrere der bisher insgesamt 25 angemeldeten Demonstrationen von Brandstiftern missbraucht werden könnten
Nachdem am Dienstag Gewalttäter versuchten, ein Gebäude in der Weinmeisterstraße mittels Molotow-Cocktails in Brand zu stecken, befürchtet die Berliner Polizei ähnliche Delikte für den 1. Mai, einem Tag, den Krawallmacher seit Mitte der 1980er für rituelle Sachbeschädigungen nutzen. Eine mögliche Vorbildwirkung sieht die Polizei auch im Abfackeln eines Hotels während des NATO-Gipfels in Straßburg.
Bereits dort waren ausschließlich die Bewohner eines ärmeren Viertels Opfer der Krawallpyromanen. Ähnliches wird auch für Berlin befürchtet, wo Innensenator Körting bereits vor zwei Jahren feststellte, dass der eigentliche Interessenskonflikt bei den Maikrawallen zwischen "Autonomen" besteht, die Autos anzünden wollen, und den örtlichen ALG-II-Beziehern, die angesichts der Zerstörung dieser Habseligkeiten gerne auf Selbstverteidigung zurückgreifen würden.
Möglich ist, dass die Politpyromanen ihre Aktivitäten unter dem Deckmäntelchen des "Kampfes" gegen Neonazis tarnen könnten. Von den 25 bisher angemeldeten Demonstrationen sollen sich die weitaus meisten offiziell gegen Rechtsextremismus richten, eine ist von der Falun-Gong-Sekte, die im Hakenkreuz ein Heilssymbol sieht. Daneben gilt auch eine Sportveranstaltung in der "O2-World" in Friedrichshain als möglicher Krawallkatalysator.
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