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06.07.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Bolivien will den Energiesektor wieder verstaatlichen

Weitere Verstaatlichungen seien nur eine Frage der Zeit und des Geldes, sagte Präsident Morales.

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Während in Honduras noch die Putschisten an der Macht sind, die eine linksorientierte Politik unter dem Präsidenten Zelaya abwürgen wollen, machen die Kollegen in den anderen südamerikanischen Ländern weiter mit Verstaatlichungen.

Jetzt hat Evo Morales, der Präsident Boliviens, angekündigt, nach der Verstaatlichung der zuvor privatisierten Unternehmen des Öl- und Gassektors, der Telekommunikation und des Bergbaus auch die Nationalisierung des Energiesektors und der Eisenbahn voranzubringen. Das sei nur noch eine Frage der Zeit und des Geldes, sagte Morales.

Es seien so viele Staatsunternehmen in den letzten 20 Jahren privatisiert worden, dass es aufgrund der finanziellen Bedingungen nicht so schnell möglich sei, sie wieder zu nationalisieren. Mit der Verstaatlichung des Energiesektors und der Eisenbahn sollen die Leistungen verbessert und die Preise reduziert werden. Die Energieunternehmen des Landes werden vor allem von der britischen Rurelec, den spanischen Konzernen Iberdrola und Red Eléctrica sowie dem französischen Konzern GDF kontrolliert. Die Eisenbahnen gehören dem US-Unternehmen Genesee Wyoming und dem chilenischen Konzern Luksic.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/141602
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