Honduras vor einem Bürgerkrieg?
Der gestürzte Präsident Zelaya will erneut nach Honduras zurück.
In Südamerika beginnt es trotz der Zurückhaltung der neuen US-Regierung zu brodeln. Nachdem der venezolanischen Regierung in den USA vorgeworfen wurde, massiv in den Drogenhandel zwischen Kolumbien und den USA verwickelt zu sein, konterte Chavez mit dem Vorwurf, dass die USA der größte Drogenhändler der Welt seien. Chavez sagte, die US-Regierung gehe zu wenig gegen die Drogenkartelle in Kolumbien vor.
Dazu kommt die Krise in Honduras. US-Außenministerin Clinton warnte Venezuela davor, in den Konflikt einzugreifen. Die US-Regierung versucht, durch Verhandlungen in Costa Rica die Krise zu entschärfen und sich aus ihr herauszuhalten, wobei sie allerdings zumindest indirekt die Putschisten stützt und sie nicht verurteilt. Der vom Militär gestürzte und außer Landes gebrachte honduranische Präsident Zelaya hatte schon einmal versucht, wieder nach Honduras zurückzukehren. Dort finden seit dem Putsch Demonstrationen, Straßensperren und Proteste gegen die vom Militär inthronisierte De-Facto-Regierung statt, die sich gegen die sozialen Reformen der Zelaya-Regierung zur Wehr setzt und nun auch mit militärischer Gewalt und Zensur an der Macht bleiben will.
Micheletti, der vom Militär eingesetzte Präsident, hat eine Ausgangssperre verordnet, während Chavez in La Paz ankündigte, dass Zelaya wieder versuchen werde, nach Honduras zurückzukehren. Chavez rief die Soldaten von Honduras auf, nicht den Putschisten zu gehorchen und die verfassungsgemäße Ordnung wieder herzustellen. Er warnte davor, dass Honduras wieder in einen Bürgerkrieg zurückfallen könnte.
Angeblich hat der UN-Sicherheitsrat abgelehnt, einer Bitte der De-facto-Regierung in Honduras zu folgen und die Intervention von Venezuela durch Drohungen und Provokationen zu verurteilen. Man erkenne nur Gesuche von anerkannten Regierungen an.
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