p
12.08.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Deutsch-iranische Wirtschaftsbeziehungen in der Kritik

Zu einem bundesweiten Iran-Aktionstag rufen linke Gruppen für den 12.August auf. Dabei stehen die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen im Mittelpunkt.

  • drucken
  • versenden

„Es geht uns nicht um Babynahrung oder Müsli, sondern um alle Geschäfte, die die militärischen, polizeilichen und propagandistischen Kapazitäten des Regimes erweitern. Diese müssen sofort gestoppt werden“, erklärt Bündnissprecher Christian Linden. Als Beispiele nennt er die von Siemens-Nokia gelieferte und von iranischen Oppositionellen kritisiert Überwachungssystem und Polizeifahrzeuge von Mercedes-Benz.

Kundgebungen finden im Rahmen des Aktionstages u.a. in Göttingen, Frankfurt/Main, Bremen und Berlin statt. Dort findet die Kundgebung vor dem Nah- und Mittelostverein statt, der nach Ansicht der Protestorganisatoren eine wichtige Rolle bei der Anbahnung von deutsch-iranischen Wirtschaftskontakten spielt. NUMOW-Vertreter beklagten sich in der Vergangenheit über Versuche der Bundesregierung, den Handel mit Iran zurückzuschrauben oder zumindest dezenter abzuwickeln. Eine NUMOW-Sprecherin erklärte gegenüber Telepolis, ihre Organisation verfolge keine politischen Ziele und stärke keine Regierungen, sei aber in der Vergangenheit schon häufiger „unsachlichen Angriffen“ ausgesetzt gewesen.

Rouzbeh Taheri vom Iranischen Kultur- und Medienverein lehnt einen Wirtschaftsboykott gegen den Iran ab, weil er nur die Bevölkerung treffe. Einen Boykott von Lieferungen von Waffen und Gütern, die zur Repression verwendet werden könnten, unterstützt Taheri aber ausdrücklich.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/143373
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS