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30.08.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Die Linke hat die Hosen an

Bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Saarland haben die Volksparteien das Nachsehen

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Die Wahlanalysten haben viel zu tun nach den heutigen Wahlen in den drei Bundesländern Saarland, Sachsen und Thüringen. Auch wenn die einzelnen Ergebnisse auf landesspezifische Gegebenheiten hin untersucht werden müssen, ist natürlich die Signalwirkung für die Bundestagswahl das Moment, welches heute abend im Vordergrund steht. Erkennbar ist zunächst ein Trend, der den Bundestagswahlkampf spannender macht, als man bisher angenommen hat. Schwarz-Gelb, von vielen bereits als Wahlsieger bei den Bundestagswahlen gesetzt, konnte weder in Thüringen noch im Saarland entsprechende Signale senden.

Der Wahlsieger des heutigen Abends ist ziemlich eindeutig Die Linke, die in allen drei Ländern über 20 Prozent der Stimmen geholt hat - nach vorläufigen Ergebnissen (Stand 22 Uhr) über 27 Prozent in Thüringen; in Sachsen und im Saarland blieb die kleine Partei links von der Volkspartei SPD über der 21 Prozentmarke.

Einzig in Sachsen kann sich Schwarz-Gelb über eine Mehrheit freuen. Die CDU holte hier knapp über 40 Prozent und die FDP knapp über 10%. Die NPD schaffte es, erneut ins Landesparlament zu kommen.

In den beiden anderen Wahl-Ländern Thüringen und Saarland findet sich die Mehrheit auf der anderen Seite des politischen Äquators. In Thüringen ist zwar die CDU stärkste Fraktion, aber nur mit knapp über 31 % - die zeigen aber vor allem einen Verlust an, den der absoluten Mehrheit, die man noch bei den letzten Wahlen hatte. Die Linke ist hier zweitstärkste Kraft mit 27 Prozent, vor der SPD mit 18,6 Prozent - keine schlechte Ausgangsposition für Koalitionsverhandlungen, die in Thüringen zu bunten Spekulationen jenseits von Schwarz-Gelb anregen, möglich wäre dort eine große Koalition oder ein Bündnis aus Linkspartei, SPD und Grünen.

Interessante Farbenspiele auch im Saarland, wo sich Rot-Rot und Schwarz-Gelb in etwa die Waage halten. Die CDU ist dort mit über 34 Prozent stärkste Fraktion, die FDP kommt auf 9 Prozent. Dem stehen die SPD mit enttäuschenden 24,5 und Lafontaines Linke mit erstaunlichen 21,3 Prozent gegenüber, 19 Prozent mehr als bei den Wahlen 2004.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/144522
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