Altersvorsorge: Nein Danke!
In der Krise wird die Altersvorsorge und damit die Zukunft zur Nebensache.
Nach einer von der Postbank in Auftrag gegebenen Studie steht zu erwarten, dass die Altersarmut in Zukunft drastisch steigen wird.
Ein Drittel der Befragten sagt, dass kein Geld von privater Vorsorge im Alter zu erwarten ist. Das heißt, hier wird sich auf die staatliche Vorsorge verlassen oder es gibt kein überflüssiges Geld, das für eine private Altersvorsorge investiert werden könnte. Auch das Interesse an der Riester-Rente fällt.
Die Finanzkrise ließ die Erwartungen an eine private Altersversorgung natürlich sinken: "Über 17 Prozent der Berufstätigen haben ihre privaten Altersvorsorgemodelle aufgelöst oder reduziert. 53 Prozent sagen, sie wollen hier nicht noch mehr Geld investieren. Tatsächlich hat die Finanzkrise gezeigt, dass das ein großes Risiko ist. Man verzichtet jetzt, um für das Alter vorzusorgen und verliert letztlich beides. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise geben exakt zwei Drittel aller Berufstätigen eine veränderte Einstellung zur privaten Altersvorsorge an. Jeder dritte Berufstätige (32 Prozent) fragt sich seither, welche privaten Anlageformen überhaupt noch Sinn machen. Und 31 Prozent haben das Vertrauen in Informationen zur privaten Altersvorsorge verloren."
Ins eigene Häusle, das freilich wenig Gewinn versprechend ist, wollen jedoch weiterhin viele Deutsche ihr Geld investieren. Im Augenblick ist das jeder Zehnte. Im Immobilienmarkt wird man das gerne hören. 63 Prozent meinen, eine Wohnung oder ein Haus seien eine sichere Altersvorsorge. Wirklich an Wohneigentum zu glauben, fällt vielen jedoch realistischerweise schwer: "Nur 39 Prozent der noch nicht im Ruhestand befindlichen Deutschen rechnen damit, im Alter tatsächlich über die eigenen vier Wände verfügen zu können. Dies ist der niedrigste seit 2003 gemessene Wert. Wunsch und Wirklichkeit klaffen mithin immer stärker auseinander."
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