Amoklauf in US-Militärbasis
Armeepsychiater soll im texanischen Fort Hood 12 Menschen erschossen haben
Bei einer Schießerei in der Militärbasis Fort Hood in Texas sollen 12 Menschen getötet und 31 zum Teil sehr schwer verletzt worden sein. Täter ist nach Angaben amerikanischer Medien ein Army-Psychiater. Da er zwei Waffen mit sich führte, mutmaßen Sicherheitsexperten, dass es sich um einen vorsätzlichen Akt und keinen spontanen Entschluss gehandelt haben könnte. In den US-Medienberichten wird die Tat als "rampage", Amoklauf, bezeichnet.
Weshalb der Mann, von dem es heißt, dass er Soldaten mit mentalen Problemen betreut habe, gestern mittag mit einer automatischen Handfeuerwaffe auf Menschen geschossen hat, die im "Soldier Readiness Processing Center" der Militärbasis auf ihre medizinische Untersuchung warteten, ist Angelegenheit vieler Spekulationen. Möglicherweise kann der Täter manche Fragen selbst beantworten. Anders als zunächst angenommen, soll der Mann, auf den vier Mal geschossen wurde, die Gegenwehr nach Angaben der New York Times überlebt haben.
Nach Aussagen eines Verwandten war der 39Jährige verzweifelt darüber, dass er bald in den Irak entsendet würde; die Militärbasis Fort Hood - mit 50 000 stationierten Soldaten und 150 000 Familienmitgliedern (unter den Getöteten waren auch zwei Zivilisten) beinahe schon eine größere Stadt - gilt als Station vieler Truppen vor ihrem Einsatz in Afghanistan oder im Irak. Weiter wird in ersten Berichten über die Tat darauf hingewiesen, dass der Amokläufer von palästinensischen Eltern abstammt und wegen dieser Herkunft möglicherweise verschiedentlich gemobbt wurde.
Der Armeepsychiater ist Muslim; laut New York Times ist in seiner Akte aber "no religious preference" ausgewiesen. Zwar gehen Militärsprecher von einem Einzeltäter mit einer persönlichen Motivation aus, absolut ausschließen wollte man einen terroristischen Hintergrund aber nicht.
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