p
16.11.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Studentenproteste

Unterstützung vom größten Berufsverband für Architekten und Ingenieure.

  • drucken
  • versenden

Die neuerlichen Proteste der Studentenschaften finden auch Widerhall bei den Berufsverbänden. Am 14.11.2009 verabschiedete die NRW-Landesverbandstagung des größten Berufsverbandes für Architekten und Ingeniere, dem "Bund Deutscher Baumeister – Architekten und Ingenieure (BDB)" einstimmig eine Resolution zur Unterstützung der Studentenproteste. In der Resolution unterstützt der BDB ausdrücklich die Ziele der Proteste und begrüßt das Engagement der Studierenden.

Die Einführung von Bachelorstudiengängen als berufsqualifizierenden Abschluss in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen nach insgesamt sechs Semestern wertet der BDB als Rückschritt. Seit der Einführung von Fachhochschulen setzte sich der Verband für mindestens acht Semester in den angebotenen Studiengängen ein. Der BDB sieht sich in einer besonderen Verantwortung seinen Studenten gegenüber und fordert deshalb weiterhin ein mindestens achtsemestriges Studium für die Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen.

Schon in der Resolution des Baumeistertages 2003 in Hamburg setzte sich der BDB bundesweit dafür ein, dass Studierende eine qualifizierte Hochschulausbildung erhalten, die auch den Anforderungen an eine akademische Ausbildung gerecht wird. Das heißt: breite Grundlagenausbildung, ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis, kein hochverdichtetes verschultes Kurzzeitstudium.

Das in Deutschland vergebene Diplom an Hochschulen für die Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen sieht der BDB in Europa und weltweit als berufsqualifizierenden Abschluss anerkannt und plädiert nachdrücklich für dessen Erhalt.

Bereits anlässlich der Kultusministerkonferenz (KMK) am 15.10.2009 hatte der BDB-Präsident Hans Georg Wagner gefordert, endlich "Nägel mit Köpfen" zu machen und den notwendigen radikalen Reformschritt bei den neuen Abschlüssen Bachelor und Master zu gehen, die Kurzstudiengänge durch mindestens achtsemestrige Studiengänge zu ersetzen und auch an dem international anerkannten Abschluss "Diplom-Ingenieur" festzuhalten.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/146567
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS