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20.11.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Kalifornien: Studenten protestieren gegen Erhöhung der Studiengebühren

Die University of California erhöht die Gebühr für das grundständige Studium um 2.500 Dollar oder mehr als 30 Prozent jährlich.

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Nicht nur in Europa streiken die Studenten. Auch in den USA kam es erneut Protesten.

Nachdem Kalifornien trotz der erst vor kurzem versuchten Haushaltskonsolidierung immer weiter in Schulden versinkt und massive Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, u.a. im Bildungsbereich, vorgenommen wurden, hat nun die Universitätsleitung beschlossen, die Gebühren für Grundstudien an der University of California ab dem nächsten Jahr um 2.500 US-Dollar oder 32 Prozent anzuheben. Dieses Jahr sollen die Gebühren noch um 15 Prozent – 585 USD -. steigen. Damit würden die Studiengebühren im Jahr auf 10.302 USD steigen, wozu noch geschätzte Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Bücher von 16.000 USD kommen. In Masterstudiengängen erhöhen sich wie in der Wirtschaftsfakultät der UC Berkeley die jährlichen reinen Studiengebühren auf 41.654 USD, in der UCLA Law School sind über 40.000, in der Medial School der UC San Francisco 31.000 USD.

Der Universitätsvorstand erklärt, die Erhöhungen seien notwendig, um das Studienangebot nicht weiter zusammenstreichen zu müssen oder den Dozenten weiterhin weniger Gehalt zu zahlen, nachdem die staatlichen Gelder nächstes Jahr um 1,2 Milliarden USD für die 10 Universitäten gekürzt wurden. Ein Drittel bzw. die Hälfte der Erhöhungen der Studiengebühren würde in finanzielle Hilfen für Studenten fließen. Studenten aus Familien mit einem jährlichen Einkommen von unter 70.000 USD müssten keine Grundgebühren für das Studium zahlen.

Noch bevor der Vorstand in der UCLA tagte, protestierten am Mittwoch Hunderte von Studenten mit Slogans wie “Don’t take our education away” oder “Don’t privatize, democratize” auf dem Campus der UCLA. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen den Studenten und den Universitätssicherheitskräften und zu Festnahmen. Studenten kampierten dort über Nacht, geplant sind dreitägige Proteste. Proteste gab es auch an den anderen UC-Universitäten. Gestern Morgen stürmten 30-50 Studenten die Campbell Hall und verbarrikadierten sich dort. Der Uni-Präisdent Yudov bedauerte die Erhöhungen und forderte die Studenten dazu auf, mit der Universitätsleitung die Forderung an die kalifornische und die US-Regierung zu richten, wieder mehr Geld in die Hochschulen zu stecken. Dafür wurde eine Kampagne gestartet.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/146588
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