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20.11.2009Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

Jeder zehnte US-Hypothekarschuldner ist in Zahlungsverzug

Die Delinquenzrate bei US-Hypothekarkrediten hat mit 9,94 Prozent einen neuen Rekordstand erreicht.

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Die von der „Mortgage Bankers Association“ (MBA), dem Verband der Hypothekenbanken, am Donnerstag veröffentlichen Zahlen deuten nicht auf einen durchschlagenden Erfolg der umfangreichen Regierungshilfen für Hypothekarschuldner. Die Delinquenzrate, d.h. der Anteil der Hypotheken, bei denen mindestens ein Zahlung versäumt wurde, war noch nie auch nur annähernd so hoch wie zuletzt, zudem umfassen diese Zahlen auch nicht die bereits in einem Vollstreckungsverfahren befindlichen Hypotheken, die mit 4,5 Prozent beziffert werden. Erfasst werden auch nicht die rund 600.000 Hypotheken, die heuer bereits auf Basis des Regierungsprogramms „Making Home Affordable“ umgeschuldet wurden. Insgesamt sind also mehr als 15 Prozent aller Hypotheken in Gefahr, und angesichts der seither weiter gestiegenen Arbeitslosigkeit dürfte sich hier auch noch keine Trendwende abzeichnen.

Am schlimmsten ist die Situation nach wie vor in Kalifornien, Florida, Arizona und Nevada, wo zusammen 44 Prozent alle im 3. Quartal in Vollstreckung geratenen Hypotheken beheimatet sind. Immerhin zeigte sich bei den Krediten minderer Qualität, den Subprime-Krediten, die die Finanzkrise ausgelöst hatten, bei den Zahlungsverzügen erstmals eine rückläufige Tendenz, dies allerdings nur, weil eine große Zahl davon bereits abgewickelt und aus der Statistik gefallen ist.

Inzwischen weisen die Hypotheken bester Bonität, die „prime“ Hypotheken, die höchste Ausfallrate auf, und davon die so genannten „Adjustable Rate Mortgages“ (ARM), die nach einigen Jahren mit geringen monatlichen Raten auf deutlich höhere Monatsraten umstellen, die dann oft nicht bedient werden können. So sind inzwischen 26,6% aller Prime ARMs in Vollstreckung und 25,2% aller Subprime ARMs. Knapp über vier Millionen Hypotheken sind hingegen bereits drei Monate überfällig, aber noch nicht bei Gericht.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/146591
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