Die britische Regierung rechtfertigt der Öffentlichkeit verschwiegene Kredite an Banken mit der Gefahr eines Zusammenbruchs des gesamten Finanzsystems
Diese Woche wurde durch die Bank of England bekannt, dass die britische Regierung der Royal Bank of Scotland und der Halifax Bank of Scotland im letzten Jahr 61,6 Milliarden Pfund mehr zuschob hat als vorher angenommen.
Labour-Schatzkanzler
Alistair Darling versuchte dies gegenüber der BBC damit zu rechtfertigen, dass eine Information der Öffentlichkeit angeblich die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet habe. Zudem habe es sich lediglich um Kredite gehandelt, die mittlerweile wieder zurückgezahlt worden seien. Laut Finanzminister Lord Myners vergaben die amerikanische FED und die Europäische Zentralbank EZB ähnliche Geheimsubventionen.
George Osborne, der unter anderem durch Spesenabrechnungen bekannt gewordene hochadelige Schatten-Schatzkanzler der Tories, zeigte sich der Auffassung, dass die Maßnahmen gerechtfertigt gewesen seien. John Vincent Cable, finanzpolitischer Sprecher der ebenfalls oppositionellen Liberaldemokraten, befürwortete zwar die Kreditvergabe, fragte sich aber, warum so lange gewartet wurde, bis der britische Steuerzahler die Wahrheit erfahren durfte.
|