Neues politisches Manifest der Hisbollah
Man sei, so Generalsekretär Nasrallah, von einer lokalen Widerstandsbewegung zu einer regionalen Macht geworden, die sich zu einem demokratischen Staat bekennt.
Am Montag verkündete der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, im Rahmen einer Pressekonferenz das neue politische Strategiepapier der schiitischen Organisation.
Das letzte Manifest dieser Art liegt bereits 24 Jahre zurück. 1985, mitten im libanesischen Bürgerkrieg, hatte sich Hisbollah mit einem "Offenem Brief an die Entrechteten" offiziell gegründet. Von der damaligen islam-revolutionären Rhetorik ist im neuen 32-seitigen Dokument kaum mehr etwas übrig geblieben.
|
|
|
| Hisbollah-Chef Nasrallah |
Was den Libanon betrifft, machte Nasrallah ein deutliches Bekenntnis zu einem starken, demokratischen Staat, in dem es keine sektiererischen Auseinandersetzungen mehr geben sollte. Den früheren Kritikern und Gegnern von Hisbollah, zu denen der neue Premierminister Saad Hariri oder auch Walid Jumblatt zählte, wird dieses Bekenntnis gefallen haben. Besonders auch die Passage über die Verteidigung des Landes, bei der "der populäre Widerstand" und die nationale Armee in einer "integrierten Manier" zusammenarbeiten. Der bisherige Alleinanspruch Hisbollahs bei der Landesverteidigung ist verschwunden und schließt auch eine Integration der "Waffen des Widerstands" in die libanesische Armee nicht mehr kategorisch aus. Eine Position, die es der neuen libanesischen Regierung entsprechend leicht machte, erneut "das Recht von Hisbollah auf Widerstand" in der Regierungserklärung festzuschreiben.
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.
