Provider sollen bei auffälligem Rechnerverhalten Warnungen versenden
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) wollen eine Malware-Beratungsstelle mit Call Center einrichten
Aus dem in Stuttgart stattfindenden vierten IT-Gipfel der Bundesregierung wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) Pläne für eine Malware-Beratungsstelle vorstellen, in deren Call Center 40 Personen beschäftigt werden sollen. Über deren Qualifikationsanforderungen war bisher bei den beiden Stellen noch nichts Konkretes in Erfahrung zu bringen.
Der kostenlose Service soll auch einen über die Website zugänglichen Online-Virenscanner beinhalten – ein Dienst, den mehrere Privatunternehmen bereits seit Jahren anbieten. Ihre Nutzer wird die Stelle von den deutschen Internetprovidern bekommen, die anhand von Auffälligkeiten bei den Online-Aktivitäten ihrer Kundenrechner Warnmeldungen versenden sollen.
Derzeit überlegt man noch, ob und welche Sanktionen Provider gegen Kunden verhängen sollen, die sich trotz Aufforderung keiner Malware-Prüfung unterziehen. Probleme könnten sich hier unter anderem daraus ergeben, dass die Vorstellungen davon, was Malware und was erwünschte Software ist, durchaus unterschiedlich sein können. Manche Virenscanner schlagen in ihren Voreinstellungen beispielsweise auch bei harmlosen Keygeneratoren und sogar bei Filesharingprogrammen Alarm.
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