Karsai: Afghanistan ist reich an Bodenschätzen
Der afghanische Präsident Karsai überbringt seinen skeptischen Landsleuten eine frohe Botschaft
Afghanistan gehört zu den ärmsten - und korruptesten - Ländern der Welt. Der umstrittene Präsident Karsai will nun offenbar möglichen Investoren das Land schmackhaft machen und die Afghanen auf seine Seite ziehen.
Am Sonntag verkündete er, das Land habe Bodenschätze im Wert von einer Billion Dollar. Damit könne Afghanistan zu einem der reichsten Länder werden, meinte er und beruft sich dabei auf eine Untersuchung des United States Geological Survey (USGS), die allerdings erst in einigen Monaten veröffentlicht werden soll. Das USGS berichtet auf seiner Website, dass Afghanistan beträchtliche Bodenschätze wie Kupfer, Eisen, Gold, Silber oder Bauxit habe. Vermutet wird, dass es auch große Öl- und Gasressourcen geben könnte, vor allem in Nordafghanistan.
Da sich das Land seit Jahrzehnten im Krieg und Bürgerkrieg befunden hat, sind die Ressourcen noch kaum ausgebeutet worden. Bislang haben sich China und Indien für die Ausbeutung interessiert. China hat bereits für die nächsten 30 Jahre einen 3-Miliarden-Dollar-Vertrag zur Ausbeutung der Aynak-Kupfermine südlich von Kabul, die über 11 Millionen Tonnen Kupfer enthalten soll. Für einen Vertrag zur Ausbeutung der Hajigak-Eisenerzmine nördlich von Kabul, die auf 2 Milliarden Tonnen hochwertiges Eisenerz geschätzt wird, bewerben sich gerade chinesische und indische Unternehmen.
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