Indischer Minipanzer für Sicherheitskräfte
Um gegen Terrorangriffe in Gebäuden gerüstet zu sein, hat ein indischer Autobauer einen kuriosen gepanzerten Miniwagen vorgestellt
Alle Industriestaaten investieren spätestens seit dem 11.9. viel Geld in die Sicherheitsforschung. Sicherheitstechnik ist der boomende Markt, man kann bereits in Analogie zum Militärisch-Industriellen Komplex vom sicherheitsindustriellen Komplex sprechen. Die Sicherheitstechnik schafft nicht nur gated communities und nations, sie richtet sich nicht nur gegen Terroristen oder Kriminelle, sondern auch gegen unerwünschte Immigranten, gegen Oppositionelle und Demonstranten und überhaupt gegen alles verdächtige Verhalten, das präventiv verhindert werden soll.
Manchmal aber kommen im Übereifer der Sicherheitsphantasien auch seltsame Ideen zustande. Während die einen obsessiv an Techniken herumwerkeln, wie sich in die Köpfe von Menschen aus der Ferne und unbeobachtet hineinblicken lassen könnte, rüsten die anderen den Alltag auf. Bei dem Terroranschlag in Mumbai 2008 hatte sich gezeigt, dass die indischen Sicherheitskräfte auch wenigen entschlossenen Terroristen erst einmal nichts entgegenzusetzen hatten. Wild um sich schießend zogen sie durch die Stadt und verschanzten sich dann tagelang in Hotels.
Das brachte offenbar den indischen Autobauer Metaltech auf die Idee, einen gepanzerten Miniwagen in Form eines Golf-Buggys zu entwickeln. Das Anti-Terrorist Assault Cart (Atac) ist ein 45.000 US-Dollar teures, klaustophobisch kleines Gefährt für zwei Personen mit einem leisen Elektromotor und kann maximal 25 km/h und 6 Stunden fahren. Die fahrende Mini-Festung für Sicherheitspersonal ist rundum gepanzert, hat schusssichere Fenster und einige Schussscharten. Es soll auch vor Granatensplittern geschützt sein, scheint aber normale Reifen zu haben, so dass es schnell außer Gefecht zu setzen wäre.
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| Anti-Terrorist Assault Cart. Bild: Metaltech |
Dienen soll der Kleinpanzer, das auch zum Befahren von Gängen und Gebäuden, von Sport- oder Flugplätzen geeignet sei, der Bekämpfung von Terroristen und der Rettung von Zivilisten in Notlagen, wenn Rettungskräfte gefährdet wären, von Terroristen oder Kriminellen beschossen zu werden. Vorgestellt wurde der Prototyp kürzlich auf einer Waffenmesse in Delhi und soll bei den Commonwealth Games im November bedroht werden. Indien müsse nach den Anschlägen in Mumbai dem Ausland zeigen, dass man gegen Terroristen gerüstet sei und Veranstaltungen mit internationaler Teilnahme sichern könne.
"It can extract civilians or engage terrorists," Metaltech managing director JB Sehrawat told the AFP news agency. "Geht man von den wachsenden Bedrohungen aus, so SW Thatte, der Vizepräsident von Metaltech, "dann brauchen wir Nano-Produkte wie das Atac." Nano ist der Minipanzer zwar nicht, sonderlich abschrecken oder beruhigen wird das Fahrzeug aber auch nicht.
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