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10.04.2010Politik-News
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Polens Präsident Lech Kaczynski bei Flugzeugabsturz getötet

Unter den 88 Toten des tragischen Unglücks befinden sich nach ersten Angaben weitere hochrangige polnische Politiker und Angehörige

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Nebeliges Wetter, ein technischer Defekt oder menschliches Versagen, sind nach Angaben der russischen Generalstaatsanwaltschaft mögliche Ursachen für den tragischen Flugzeugabsturz heute morgen in Smolensk. Sämtliche Passagiere der Tupolew 154 sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Unter den Passagieren befand sich Polens Präsident Lech Kaczynski, dessen Frau, sowie hochrangige Politiker, namentlich genannt werden: Generalstabschef Franciszek Gagor, Vize-Außenminister Andrzej Kremer, Parlamentsvizechef Jerzy Szmajdzinski und Notenbankchef Slawomir Skrzypek, mehrere Abgeordnete sowie engste Mitarbeiter Kascynskis. Das russische Staatsfernsehen zitiert den Gouverneur von Smolensk mit den Worten:

"Die polnische Präsidentenmaschine hat es nicht auf die Landebahn geschafft. Niemand hat die Katastrophe überlebt."

Laut polnischem Außenministerium starben bei dem Unglück 88 Menschen. Das Unglück ereignete sich beim vierten Landeanflug, so der britische Guardian, der sich auf Informationen der Nachrichtenagentur Interfax stützt. Demnach war der Flughafen in Smolensk wegen dichten Nebels eigentlich geschlossen. Der Pilot der mindestens 20 Jahre alten Maschine wollte jedoch nicht auf den vorgeschlagenen Ausweichflughäfen, Moskau oder Minsk landen, sondern versuchte mehrmals trotz Sichtbehinderungen auf dem Smolensker Flughafen zu landen. Beim vierten Versuch berührte die Maschine angeblich in mehreren Baumspitzen, stürzte ab und zerbrach; das Flugzeug ging in Flammen auf.

Die polnische Delegation befand sich auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn. Die politischen Konsequenzen aus dem tragischen Unglück sind noch nicht abzusehen. Bereits für heute hat die polnische Regierung unter Premierminister Donald Tusk ein Krisentreffen anberaumt.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147408
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