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28.04.2010Politik-News
Nachrichten aus Politik & Wirtschaft

US-Finanzministerium bittet um Spenden der Bürger

Um die explosiv wachsenden Staatsschulden zu senken, dürfen die Bürger, die schon kaum ihre Steuern zahlen, dem Staat unter die Arme greifen

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Am 23. April betrugen die staatlichen Schulden in den USA stattliche 12,877,195,922,374.91 US-Dollar, also bald 13 Billionen Dollar oder 9,7 Billionen Euro. Deutschlands aktueller Schuldenstand nimmt sich mit noch 1, 692 Billionen Euro noch nicht gar so schlimm aus.

Mag sein, dass das der Grund ist, warum die Finanzministerien anders gebärden. Das US-Finanzministerium zumindest scheint, möglicherweise verzweifelt, auf die Bürger zu setzen, um die durch Finanzkrise, Kriege, Bankenrettungs- und Konjunkturprogramme explodierende Schuldenlast zu verringern.

Im Finanzministerium gibt es das Bureau of the Public Debt, das Staatsanleihen ausgibt und Zinsen zahlt, um die öffentlichen Haushalte zu finanzieren. Und damit ist es auch zuständig für die Schulden. Die werden dem besorgten Bürger täglich aktualisiert vor Augen geführt und dieser aufgefordert, eine Spende zu machen, um den Schulenstand zu verringern. Wer sich vom Ministerium, dem Schuldenstand oder dem bürgerlichen Pflichtgefühl angesprochen sieht, kann man mit einem Scheck, seiner Kreditkarte oder einer Online-Überweisung zur Schuldenverringerung beitragen. Besonders dankbar zeigt sich der Staat allerdings den Spendern nicht, die ihre Spenden offenbar nicht einmal von der Steuer absetzen können, aber das wäre ja auch kontraproduktiv:

"Thank you for your contribution which will be deposited to the account "Gifts to Reduce the Public Debt." Your contribution is accepted under the provisions of 31 U.S.C. 3113 which authorizes the Secretary of the Treasury to accept conditional gifts to the United States for the purpose of reducing the public debt. These donations are voluntary, and no goods, services, or other considerations are provided to the donors."

Zu vermuten ist, dass der Geldeingang bestenfalls spärlich ist. Schließlich machen die meisten Menschen - je reicher, desto besser beraten - ja auch alles, um ihre Steuern möglichst niedrig zu halten.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147513
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