Nachfrage nach langfristigen US-Anlagen fast verdreifacht
Ausländische Privatinvestoren und Notenbanken haben im März ihre Investitionen in den "sicheren Hafen" USA massiv ausgebaut
Die ausländischen Käufe an langfristigen US-Anleihen und Aktien haben sich im März gegenüber dem Vormonat (Februar: 47, 1 Mrd. USD) auf 140,5 Mrd. USD fast verdreifacht. Während China erstmals seit sechs Monaten seine Bestände an US-Schatzscheinen um zwei Prozent auf 895,2 Mrd. USD aufgestockt hat, bauten vor allem private Investoren ihre Käufe massiv aus ().
So war der Absatz an private ausländische Käufer zwar schon im Februar März von zuvor 40,4 Mrd. auf 52,5 Mrd. USD angestiegen, im März wurde mit 125,5 Mrd. USD jedoch ein überraschender Rekordwert erzielt. Davon entfielen 80,2 Mrd. USD allein auf US-Staatspapiere, während auch 19,4 Mrd. USD an "Agencie Debt" verkauft wurde, den Anleihen der verstaatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac, von denen im Vormonat nur 4,5 Mrd. USD im Ausland abgesetzt werden konnten.
Aber auch Unternehmensanleihen, bei denen es in den drei Vormonaten noch zu Netto-Verkäufen gekommen war, wurden im März im Volumen von 14,5 Mrd. USD im Ausland abgesetzt. Hingegen ging der Auslandsabsatz an US-Aktien von im Februar 12,6 Mrd. USD im März auf 10,9 Mrd. USD zurück, was aber noch immer gut doppelt so viel war, wie im Januar.
Ausländische Notenbanken, die in den beiden Vormonaten noch auf der Verkäuferseite gestanden hatten, stockten ihre Dollarbestände im März netto um immerhin 32,7 Mrd. USD auf, wobei neben China vor allem Japan mit 16,4 Mrd. USD und die OPEC-Staaten mit 10,7 Mrd. USD zu Buche schlugen.
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